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Alien Sex Fiend sind eine Kultband. Sie tourten mit Alice Cooper und können Iggy Pop und Billy Idol zu ihren Fans zählen.

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Alien Sex Fiend an der Castle Party 2012 (Foto: zvg)

Es gibt nur wenige Clubs, die zu Legenden wurden. Das «Studio54» oder das «CBGB» in New York. Doch an der Dean Street 69 in London eröffnete am 21. Juli 1982 das «Batcave» – das Epizentrum der aus der Gruft emporkriechenden Gothic Szene.

Von der steigenden Bekanntheit des Clubs profitierte vor allem eine Band: Alien Sex Fiend. Die Band um Nikolas Wade und seine Frau Christine ist durch unzählige Spinnweben mit den schummrigen Mauern des «Batcave» verbunden. Knapp ein halbes Jahr nach der Eröffnung – am 1. Dezember 1982 – spielten Alien Sex Fiend zum ersten Mal im sagenumwobenen Club.

Alien Sex Fiend gehören zu den stilprägenden Bands der frühen Gruftis. Die Wades und ihre Mitstreiter bewegten sich zu Beginn stets nahe am Punk, verzerrten ihn noch mehr, machten ihn breiter, sphärischer, wirrer, düsterer.

Und selbst heute klingt ein Song wie I Walk The Line – und nein, das ist kein Cash-Cover – kompromisslos und widerborstig wie eine Stahlbürste. Die Melodie hinkt und schleicht, schleift und rennt. Nik Fiend, wie sich Nikolas Wade, nennt echot durch die Nacht, zerfetzt mit seinem Krächzen die schlummernde Stille.

Alien Sex Fiend haben das «Batcave» geprägt und umgekehrt. Und so gelten sie heute als Helden des Batcave, einer nach dem Club benannten Strömung innerhalb der Gothic Szene, die eben sehr nah am Punk geblieben ist.

In ihrer Musik, die später noch experimenteller wurde, spürt man noch die Wut des Punks, umnebelt von den ersten Schwaden Patchouli und Moder. Alien Sex Fiend balancieren nicht nur wie in I Walk The Line besungen zwischen Gut und Böse, sondern auch zwischen den Welten: Sie sind das Bindeglied zwischen Punk und Grufti. Eine einzigartige Symbiose.