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Die Kirchen erhalten mal wieder Arbeit. Nur schon der Name der diesjährigen gemeinsamen Tour „Twins of evil – From hell it came“ von Marilyn Manson und Rob Zombie wird ihre Ampeln auf Sturm stellen.  Die Fans hingegen können das gänsehauterzeugende Spektakel am 11. Dezember in der Basler St. Jakobshalle kaum erwarten und finden das vorzeitige Weihnachtsgeschenk bestimmt schaurig schön.

Verteufelt und geliebt – Marilyn Manson (zVg)

nm. Die zwei befreundeten Schockrocker Marilyn Manson und Rob Zombie können eines am besten: Ihre Fans in den Bann – nein, nicht des Bösen -, sondern den des brachialen Rocks und der skandalösen Auftritte ziehen. Der Mix zwischen charakteristischen Künstlern, schockierenden Showeinlagen und  bestechender Musik lässt die Fangemeinschaft aufjubeln und die Kirchenvertreter Sturm laufen. Im 2001 wurde gegen Manson in Zürich ein Strafverfahren eröffnet, weil einige nicht damit klar gekommen sind, dass er sich für aufregende Shows entschieden hat, statt für langweilige Predigten. Weder Rob Zombie noch Marilyn Manson rufen gegen Gewalt auf oder tun etwas Illegales während ihren Auftritten. Wer sich von zwei genialen Künstlern schockieren und provozieren lässt, ist einfach noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen und lebt wohl sowieso in ständiger Angst, dass irgendwelche Dämonen im Dunklen unter dem Bett sitzen. Buh!

Marilyn Manson – ein Name, ein Programm

Er hat ein unvergleichbares Gesamtkunstwerk kreiert, welches jegliches Klischee erfüllt. Grelle Schminke, Lack und Leder, zweifarbige Linsen, verstörende Bilder, Ehrenmitglied der „Church of Satan“ , böse Musik mit noch böseren Texten, einen eigenen Absinth, Mansinthe  – übrigens aus  der Schweizer Destillerie Mather&Luginbühl, einiges mehr und ganz viele skandalöse Gerüchte. Um nur eine Handvoll zu nennen: Er ernähre sich von Blut. Manson habe sich drei Rippen raus operieren lassen, dass er sich selber einen blasen kann. Er habe vor seinen Konzerten Drogen an Minderjährige verteilt. Marilyn Manson soll Kinder, manchmal auch ein Groupie essen. Wenn Manson so viele schreckliche, illegale Aktivitäten frönen würde, hätte er gar keine Zeit mehr, um sich seinen genialen öffentlichen Werken zu widmen. Ein lebendiger Beweis bringt er uns darum gleich wieder mit: Seinen aktuellen Longplayer, sein achtes Studioalbum Born Villain. Manson diskutiert darauf die Frage, ob der Mensch grundsätzlich böse geboren wird oder dazu gemacht wird. Wir werden es vielleicht erfahren, wenn es heisst: Der Antichrist ist da!

Rob Zombie – Der wahre Meister des Horrors

Auch Rob Zombie ist ein alter, aber ungemein kreativer Hase im Schockrock-Business. 1985 startete er mit der Band White Zombie und arbeitete dann ab 1996 ausschliesslich als Solokünstler. Für seine Musik wurde er sagenhafte sieben Mal für einen Grammy nominiert und hat mehr als 15 Millionen Alben verkauft. Er machte sich ebenso in der Horror-Filmszene schnell einen Namen mit Filmen wie Halloween oder The Devil’s Rejects. Auf sein aktuelles Werk The Lords of Salem mussten seine Anhänger etwas länger warten.  Interessanterweise kennt er auch bei Ameisen kennt keine Gnade. Der Multi-Künstler lässt seine kreative Ader auch für Werbe-Spot fliessen. So hat er für einen Insektizid-Hersteller einige äusserst schräges Machwerke erstellt. Soviele Eigenartigkeit, das wird eine vielversprechende Show. Der Horror-Meister darf kommen!

Eine Geschichte die schon längst stattfinden hätte sollen. Ein unvergesslicher Auftritt mit zwei kultig bösen Headlinern. Marilyn Manson und Rob Zombie werden am 11. Dezember in der Basel St. Jakobshalle mit unserer Furcht experimentieren und unsere Grenzen austesten.

Weitere Informationen zur Veranstaltung:

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