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Zeal & Ardor veröffentlichen neue Single «Waste»

Nach «Gravedigger’s Chant» veröffentlicht die Basler Black-Metal-Band Zeal & Ardor eine weitere Single vom kommenden Album.

Zeal & Ardor waren das ultimative Schweizer Musikphänomen des letzten Jahres, wenn nicht Jahrzehnts. Mit dem Debütalbum Devil Is Fine erntete das Projekt von Manuel Gagneux weltweite Anerkennung. Auch als Live-Band konnten sie schnell überzeugen. Auf der Bühne erreichen ihre Songs einen unvergleichlichen Druck. Die Kombination mit dem Gospel vervielfachte das Rituelle des Black Metals.

Doch Devil Is Fine ist kaum mehr als eine Blaupause für das Soundgefüge von Zeal & Ardor. Am 8. Juni erscheint die zweite Platte Stranger Fruit. Ende März präsentierte die Truppe mit Gravedigger’s Chant schon mal einen ersten Eindruck des kommenden Albums. Ein Song, der vielmehr im Blues denn im Gospel verwurzelt ist. Die Erweiterung war nötig, denn das Konzept des «Gospel Black Metals» würde sich allzu schnell verwaschen.

Geradliniger Black Metal

Mit der heute veröffentlichten Single Waste schlagen Zeal & Ardor aber nicht mehr in die gleiche Kerbe wie mit Gravedigger’s Chant. Ein leichter Spiritual-Einschlag wohnt zwar noch in der Single. Doch Waste ist genauso geradliniger Black Metal, wie sie ihn schon in Children’s Summon darboten. Der Song dampft, zischt und lärmt. Ein brachiales Stampfen, das alles niederwalzt. Es passt perfekt – sogar der für Black Metal unübliche Klargesang. Waste ist ein abgründiges, düsteres Fanal.

Manuel Gagneux erklärt im Pressetext zum neuen Song: «Waste ist die Einleitung zur anderen Hälfte von Stranger Fruit. Sowohl Black Metal- wie auch Soul-Elemente werden komplett eingebaut, aber in ihrer Wirkung nicht komprimiert. Wir haben uns entschieden, diesen Song als zweite Single zu veröffentlichen, weil er sich den Erwartungen widersetzt. Dies ist etwas, worauf sich die Hörer beim gesamten Album gefasst machen kann, viel Spass beim Hören.»

Zeal & Ardor live im Salzhaus, 23. Dezember 2017

 

Stranger Fruit wird insgesamt aus 16 Songs bestehen. Im Gegensatz zu Devil Is Fine legen es diese Songs ganz bewusst darauf an, sich lyrisch und musikalisch gegeneinander auszuspielen, lässt die Band weiter verlauten. Sicher ist, das zeigen Gravedigger’s Chant und Waste bereits, dass man sich bei Stranger Fruit auf eines der facettenreichsten Metal-Alben der letzten Jahre gefasst machen kann.