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Glückliche Fans verliessen am Donnerstagabend nach zweistündiger Volbeat-Show das Hallenstadion. Sowohl Auge wie auch Ohr wurden an diesem Abend einiges geboten!

Michael Poulsen hatte das Publikum fest im Griff (Sacha Saxer)

Michael Poulsen hatte das Publikum fest im Griff (Sacha Saxer)

ah. 8’300 Fans haben den Weg ins Hallenstadion gefunden, um den beliebten Export aus Dänemark zu sehen. Nach den beiden Support Acts Teenage Bottlerocket und Iced Earth (welche eure Schreiberin leider unfreiwillig verpassen musste) geht es bereits eine Viertelstunde zu früh los. Vor der Bühne hängt der Volbeat Banner, geziert durch die Schweizer Flagge. Dann gehen die Lichter  aus. Ein Banjo-Spieler erscheint, setzt sich vor den Vorhang und stimmt Doc Holiday an. Ein Knall ertönt, der Vorhang fällt und Volbeat kracht in den Song mit ein. Feuerbälle schiessen in die Höhe und beleuchten die aufwändig und stimmungsvoll gestaltete Bühnendekoration. Der fantasievolle Zuschauer findet sich in einem Alpenpanorama wieder. Davor eine kleine düstere Kapelle mit eigenem Friedhof. Sogar ein Skelett hat sich auf der Bühne eingefunden und das zeitweise beleuchtete Buntglasfenster der Kapelle zeigt den Luzifer höchstpersönlich. Dazu passend wird dem Publikum eine tolle Lichtshow geboten. Da hat sich jemand wirklich Mühe gegeben!

Volbeat geben Gas und heizen dem Publikum so richtig ein. Nach drei Songs werden wir von Leadsänger und Gitarrist Michael Poulsen begrüsst. Er fordert uns dazu auf, laut zu sein, da er Stille nicht ertragen könne. Zwischen den Songs überrascht der geschniegelt und gekämmt daherkommende Poulsen immer wieder mit seinen Bemerkungen. „Hat er das wirklich gesagt?!“, dachte sich eure Schreiberin nicht nur ein Mal. Als er die Männer dazu auffordert, ihre – so zahlreich anwesenden – Ladies auf die Schulter zu nehmen, lautet sein Kommentar dazu: «I see balls!». Später meint er zu einem weiblichen Fan: «Believe me: You don’t love me, I’m a pervert!». Auch sonst interagiert Volbeat in sehr unterhaltsamer Weise mit dem Publikum. Ungefähr in der Mitte des Konzertes schnappt sich Poulsen eine Turbojugend-Kutte aus dem Publikum und zieht sie an. Weil auf der Kutte ein Motörhead-Batch angebracht ist, stimmt Volbeat einen kurzen Auszug aus Ace of Spades an. Später holt Poulsen einen kleinen Jungen, der mit seiner Mutter in der vordersten Reihe steht, auf die Bühne und stellt ihn dem Publikum als die Metal-Zukunft vor.

Das Publikum ist guter Stimmung und macht brav mit, wenn es dazu aufgefordert wird, die Hände in die Höhe zu halten oder im Rhythmus zu klatschen. Die vordersten Reihen können nicht an sich halten und es gibt während des ganzen Konzertes einige Crowdsurfings. Weiter hinten ist das Publikum sonst aber eher zurückhaltend, wippt mit dem Kopf oder den Beinen – mehr ist jedoch nicht drin. Dies trotz der energiegeladenen Show und einer abwechslungsreichen Setlist. Volbeat präsentiert an diesem Abend sowohl neue Songs wie Cape of Our Hero und Lola Montez, welche live von sich überzeugen konnten, sowie auch ältere Songs wie The Mirror and the Ripper und Sad Man’s Tongue. Vergebens warten musste eure Schreiberin leider auf 7 Shots, aber allen kann man es ja bekanntlich nie recht machen.

Fotos: Sacha Saxer