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Melancholisch, minimalistisch, elektronisch. Die Band aus Deutschland veröffentlicht ihr ausgezeichnetes Erstlingswerk, welches irgendwo zwischen New Wave und Indie anzusiedeln ist.

Yaska-Falling_Twins

von Brendan Bühler

Düstere, minimalistische Klänge und eine zerbrechliche, der Verzweiflung nahen Stimme. Das ist Yaska, die Band aus Jena (Deutschland). Am 2. Dezember 2013 hat die Band ihre erste EP veröffentlicht und die ist gut! Das erste Lied, namensgebend für die EP, beginnt epochal: Eine dezente Synthie-Melodie und dann  Bam! – setzen alle Instrumente und der Gesang ein. Die Musik wird treibender, jedoch nicht weniger minimalistisch. Und das macht Spass. Die erste Zeile «Don’t look around, we are still in the world» ist bezeichnend für die ganze Scheibe. Düster, dem Ende nahe. Am liebsten würde sich der Hörer unter der Bettdecke verstecken. Doch sobald der Refrain uns zu Ohren kommt, wird das ganze rockiger, aktiver und versprüht eine Freude. Schon im ersten Lied schafft die Band einen enormen Spagat zwischen Trauer und Glück.

Beim zweiten Lied werden einige Parallelen zum Stadion-Rock bemerkbar und man könnte meinen, die White Lies wären da. Doch immer sind die verspielten elektronischen Arrangements da, die der Musik einen eigenen Charme geben. Die Band beschwört Bilder des Nordens, der Kälte und der Einsamkeit. Insbesondere der Gesang sticht hervor und hinterlässt einen bleibenden Eindruck.

Die das dritte Lied Dynamo fällt klar ab im Vergleich zu den ersten beiden. Irgendwie verliert sich die Band und vergisst all das, was sie so gut macht. Zu funky, zu rockig. Im Refrain fangen sie sich zwar wieder, doch das trübt den eigentlich guten Eindruck ein wenig. Beast bildet einen wunderbaren Abschluss. Die Band gibt nochmals alles und zeigt sich von der tanzbaren Seite. Einen guten Rhythmus – 4/4, was sonst – sowie präzise Schläge. Yaska zeigt nochmals melancholisch-poppig und gewinnt spätestens da unser Herz.

Die EP ist gut abgemischt, alle Instrumente sind gut hörbar. Die Stimme ist dabei klar im Vordergrund und so erlangt die Band einen sehr eigenen Charakter. Was die drei Jungs aus Jena als Debüt abliefern, ist ausgezeichnet. Die Band hat Potential und man darf sich ausserordentlich auf die nächste Produktion freuen und hoffen, dass man sie bald einmal in der Nähe live erleben kann.

http://www.youtube.com/watch?v=CfqxiJEEkk8

Release
2. Dezember 2013