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«Multi-Instrumentalist» ist wohl das eine Wort, das Yann Tiersen am besten beschreibt. Der Franzose, der für seine instrumentale Filmmusik bekannt ist, wird am 31.10 im X-Tra zu sehen sein und Zürich so eine kleine Portion Filmluft schnuppern lassen.

Yann Tiersen spielte seit klein auf Geige und Klavier. Als Teenager hat er jedoch gegen die klassische Musikausbildung rebelliert und spielte in einigen lokalen Post-Punk-Bands Gitarre. Später studierte er an den Musikhochschulen in Rennes, Nantes und Boulogne. Yann schlug jedoch trotz seines Studiums nicht den Weg eines klassischen Musikers ein, sondern verwirklichte seine Vision der ganz eigenen Musik: Die hauptsächlich instrumentalen Stücke verbinden Elemente der Rock- und Popmusik mit Folkmusik, Chanson und Musette und geben ihren ganz eigenen Takt vor.
Den Durchbruch erzielte Yann 1998 mit dem Album Le Phare, das er in Zusammenarbeit mit dem französischen Popstar Dominik A. veröffentlichte. Drei Jahre danach war seine Musik als Soundtrack zu Jean-Pierre Jeunet’s Film Amélie zu hören, was ihm dann schlussendlich das breitgefächerte Publikum einbrachte. Später folgten unter anderem Soundtracks für Good Bye Lenin! (2003) und für Tabarly (2008).

Yann Tiersen beweist auf seinen bisherigen Alben, dass er nicht nur ein äusserst begabter Multi-Instrumentalist ist, sondern es auch versteht, seine Musik selber zu komponieren und die verschiedenen Instrumente, die er grösstenteils selber spielt, miteinander zu vermischen. Er hat sich den Ruf als “Ein-Mann-Orchester” redlich verdient und benutzt beim Musizieren seinen Instinkt, so wie es beim Punk ist, und nicht Wissen oder Können. Er hat seinen eigenen Musikstil kreiert und scheint damit Erfolg zu haben.
Auch bei seinem neuesten Album Skyline erhält Yann seine Version aufrecht – er unterwirft sich keinen Regeln, keiner Stilrichtung, und zaubert den in ihm schlummernden Rebellen von früher wieder auf die Bühne, indem er verstärkt wieder zur E-Gitarre greift.

Im X-Tra wird Yann jedoch nicht alleine auf der Bühne spielen, sondern von einer Band begleitet. Obwohl es schade ist, dass er nicht, wie sonst auch schon, von einem ganzen Orchester begleitet wird, kann es trotzdem für alle, die verträumte und teilweise nostalgische Instrumental-Musik mögen, ein schöner Abend werden, mit Musik voller Poetrie und Anmut. Spannend wird es vor allem, wenn Yann Tiersen Stücke aus Skyline spielt.

Mehr Infos zur Veranstaltung:

x-tra.ch

Bild: zVg (Yann Tiersen)