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Die lustigen Jungs der norwegischen Band Kakkmaddafakka spielten am m4music. Natürlich liessen wir uns die Gelegenheit nicht entgehen. Im gemütlichen Interview-Corner sprachen wir mit Axel Vindenes, seinem Bruder Pål Vindenes und mit Stian Sævig über die Tour, das neue Album und das Songwriting.

Was ist Kakkmaddafakka?

Kakkmaddafakka ist eine Gruppe von Freunden, die das macht, was ihr am Besten gefällt – also Musik. Wir spielen bereits seit zehn Jahren zusammen und haben nun das Glück, um die Welt reisen zu könen. Wir leben den Traum!

Habt ihr je gedacht, dass es so weit kommt?

Sicher (Lachen). Vielleicht nicht von Anfang an, aber wir haben ja Jahre daran gearbeitet. Früher hatte ich (Axel) zwei oder drei «normale» Jobs, aber ich kann nicht verstehen warum Menschen einen Boss wollen. Für mich ist das irgendwie komisch und definitiv keine Option. Wir hatten diverse Möglichkeiten und haben die coolste gewählt.

Ihr Tour jetzt ja wieder.

Ja! Heute spielen wir unser erstes Konzert der Tour und das zweite in diesem Jahr. Wir gehen nach dem m4music nach Mexiko und spielen sechs Konzerte in einer Woche. Zeit, um das Land zu sehen, bleibt leider nicht, da wir neben den Konzerte noch viele Interviews geben werden.

Ihr habt ja einen strengen Zeitplan. Geniesst ihr es noch immer, Musik zu machen?

Mehr denn je! Wir werden besser und besser. Es ist wie beim Malen. Man wird besser und besser. Natürlich ist es manchmal schwer, aber wir lieben es, Musik zu machen, und werden nie müde davon.

Wie ist den die Atmosphäre auf der Tour?

Zum Glück sind wir acht Leute in der Band. Das ist gut so. Wenn man mal genug von jemandem hat, kann man einfach zum anderem gehen. Das ist ziemlich praktisch.

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Skeptisch oder gelangweilt? Bild: Janosch Tröhler

Ihr arbeitet mit Erlend Øye zusammen. Wie ist das?

Es ist sehr schön. Erlend ist ein guter Freund von uns, er ist Teil der Kakk-Gang. In der Gang ist er der Älteste und Weiseste und dass kann manchmal ziemlich mühsam sein, da er immer Recht hat. Er sagt so: «Spielt es nochmals, spielte es nochmals» und wir sind so: «Aber es ist doch gut so». Aber wir spielen bis es ihm gefällt. Das ist im Moment ärgerlich, aber eigentlich hat er immer Recht und wir sind gesegnet, dass wir mit ihm zusammenarbeiten können.

Wie habt ihr ihn getroffen?

Wir trafen ihn an Sylvester in unserer Heimatstadt Bergen. Er kommt auch von dort. Wir hingen herum und es war lustig. Er ist ein Mensch voller Energie und machte Kakkmaddafakka zu dem, was wir jetzt sind.

Wie schreibt ihr eure Songs?

Nun ja, wir versuchen immer wieder neue Dinge zu machen. Zur Zeit jammen wir einfach. Wir beginnen den Song mit der Band, nicht den Song mit dem Song selbst. Anders als früher schreiben wir die Songs jetzt gemeinsam mit der Band. Am Soundcheck haben wir gerade eben zwei neue Songs gespielt. Fehlen nur noch die Texte.

Wo wir gerade bei neuen Songs sind: Wann gibt es das nächste Album?

Darüber dürfen wir noch nicht sprechen (Lachen). Wir arbeiten an neuen Songs. Wir haben auch einen Namen für die Platte, den dürfen wir aber auch nicht sagen. Aber der Name ist wirklich cool und die Platte wird schön. Wir versuchen einen neuen Ansatz, es wird ähnlich wie das Bisherige, aber wir versuchen es cooler zu machen.

Was beeinflusst euch den so?

Die Realität. Sie ist gut. Dinge, die in Bergen passieren zum Beispiel. Aber bei der Musik gibt es viele verschiedene. Momentan inspiriert uns aber der Sound unserer Band. Es ist  die Zeit, wo wir unsere eigene Musik geniessen. Deswegen schreiben wir unsere Songs auch während dem Jammen. Zusammen spielen wir einfach am Besten. Früher haben wir den Song geschrieben und dann mit der Band angeschaut. Das ist sehr schwer, denn mit Effekten kann man viel machen. Live ist es aber wieder eine andere Sache, da mussten wir erst den Sound wieder hinbekommen.

Wie sieht es mit der die Entwicklung von Kakkmaddafakka aus?

Wir entwickeln uns ständig weiter. Wir wollen keine Angst davor haben, etwas Neues auszuprobieren. Das letzte Album hat einen ganz anderen Klang als das erste. Aber wir wollen immer sagen können: Das ist Kakkmaddafakka.

Habt ihr euch schon mal überlegt, was anderes zugunsten der Freiheit zu machen?

Nein, denn wir sind frei seit dem Beginn. Wir sind seit dem Start dasselbe und es gab nie grosse Wechsel. Musik hat Phasen. Sie ist wie ein Tagebuch, sie fängt die Zeit. Es ist wie bei den Beatles: von Rubber Soul zu Revolver ist es ein grosser Unterschied, aber es sind immer noch die Beatles. Wir versuchen das zu tun und immer Kakk zu sein.

Bevor wir zum Ende kommen. Habt ihr noch einen Musiktipp für die Leser?

Future Island. Die haben ein neues Album draussen. Oder Bloody Beach. Die sind auch aus Norwegen. Die haben soeben ein neues Album veröffentlicht. Die hat Axel auch mal produziert. Bloody Beach schossen ihn aber raus. Doch jetzt wollen die Fans den alten Sound zurück, aber er hat keine Zeit mehr. Aber Bloody Beach sind wirklich cool – sie haben auch schon mit uns gespielt.

Danke für das Interview!

Kein Problem.

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Axel im Interview mit Negative White. Bild: Janosch Tröhler