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Genie oder Monotonie? Die niederländischen Legion of the Damned spalten bereits seit zehn Jahren die Death- und Thrash-Metal-Fraktion. Man liebt sie oder man hasst sie. Daran ändert auch ihr aktuelles Album «Ravenous Plague» nicht viel, auf dem die Band sowohl alte als auch neue Wege geht. Davon kann man sich am 27. September selbst in Luzern überzeugen, bei ihrem Konzert in der Schüür im Rahmen der Metal Storm-Reihe.

Stürmen die Schüür: Legion of the Damned (zVg)

Stürmen die Schüür: Legion of the Damned (zVg)

Metal Storm Vol. 2 ist das Motto des 27. Septembers. Die fünf Bands Wolfheart, Parasite Inc., Zatokrev, Karmageddon und Legion of the Damned werden mindestens für Windstärke 12 – nach Beaufort also Orkan-Stärke – sorgen.

Die finnischen Wolfheart bescheren uns bereits Ende September tiefsten und finstersten Winter. Die deutschen Parasite Inc. lassen es melodisch angehen und demonstrieren, was moderner, zeitgenössischer Death Metal sein kann.

Zatokrev aus Basel werden ihre aktuelle Scheibe The bat, the wheel and a long road to nowhere live zum besten geben und unter Beweis stellen, dass sie auch nach ausgiebigem Touren noch genug Puste haben.

Sursee, also die Luzerner Gemeinde, die wohl am meisten Metalbands beheimatet (dies ist keine empirisch verifizierte Tatsache sondern eine subjektive Behauptung), brachte aus verschiedensten einheimischen Bands die Konstellation Karmageddon hervor. So zusammengewürfelt wie die Band ist auch deren Sound, der von Thrash bis Melodic Black Metal alles verschmelzen lässt. Man darf gespannt sein.
Für die Aufnahmen ihres fünften Studioalbums Ravenous Plague wandten sich Legion of the Damned nach dem Ausflug zu Peter Tägtgren, der sich für das vorletzte Album Descent into chaos verantwortlich zeigt, wieder an ihren alteingesessenen Produzenten Andy Classen. In dessen Studio in Deutschland fühlen sie sich zu Hause und somit pudelwohl – Legion of the Damned sind in dieser Hinsicht schnell zufrieden zu stellen.

So erfinden sie auch auf ihrer fünften Scheibe das Rad nicht neu, sondern brettern einem in gewohnter Härte 45 Minuten wütend gebellte Passagen und kreischende Riffs aus den Boxen entgegen. Kritiker mögen zynisch behaupten, Legion veröffentlichen alle zwei Jahre dasselbe Album. Womöglich sollten sich diese bloss ein feineres Gehör zulegen. Mit Twad Van Geel haben sich Legion of the Damned nämlich einen neuen Gitarristen ins Boot geholt, welcher die Kreissägensoli an ihr Äusserstes treibt und sogar für melancholisch-nachdenkliche Passagen sorgen kann. Dies sind Feinheiten, die man auf den Vorgängeralben höchstens ungeschliffen und roh auffindet, die Van Geel nun zu kleinen Diamanten zurechtfeilt.

Sowohl vom neuen Album als auch vom Können dürfen sich Kritiker wie Fans am 27. September 2014 live überzeugen, wenn Legion of the Damned in der Luzerner Schüür spielen werden. Um uns selbst noch vertiefter mit dem aktuellen Material auseinander zu setzen, werden wir mit den Jungs von Legion das eine oder ander Bier trinken und ein Schwätzchen halten.

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