Am 24. April öffnet das Hallenstadion die Tore zum Imaginaerum. Die wohl bekannteste finnische Band Nightwish kommt mit ihrem neuen Album zu Besuch. Einmal mehr hat das Publikum die Chance, die Entwicklung der Band live zu beobachten.

1996 gegründet begann für die Band um den Songschreiber und Keyboarder Tuomas Holopainen ein steiler Aufstieg. Mit der charkaterstarken, unverwechselbaren Stimme von Sängerin Tarja Turunen, welche erst kürzlich in Zürich auftrat, prägt Nightwish das Genre des Symphonic Metal wie keine zweite Gruppe. Ihr Stil, der stark von Filmmusik geprägt und gemeinhin mit den Attributen „episch“ oder „orchestral“ versehen wird, wurde oft kopiert und blieb dennoch unerreicht.
2005 folgte dann ein tiefgehender Einschnitt. Sängerin Tarja verliess die Band und somit verlor Nightwish das klangliche Merkmal. Ersatz wurde mittels Casting in Anette Olzon gefunden. Das erste Album mit der deutlich weniger „Opern-mässigen“ Stimme Dark Passion Play wurde dennoch zum Erfolg, auch wenn für viele Fans Nightwish nicht mehr Nightwish war. Seitdem befindet sich die Band auf dem schmalen Grat zwischen Popmusik und dem Symphonic Metal, den sie einst mitgestaltet haben. Doch auch auf dem 2007 erschienenen Album finden sich deftige Metalspuren wie Master Passion Greed. Die Musiker sind versucht, stets aus dem Rahmen des Gewöhnlichen zu fallen und dem Pop zu entfliehen. Mit Imaginaerum veröffentlichte Nightwish das siebte Album, das gleichzeitig für den 2012 erschienenen und gleichnamigen Film den Soundtrack darstellt. Auch hier wieder die Verbindung  zur Filmmusik.
Ob Nightwish erneut zu überzeugen vermögen und wie sich Anette Olzon seit 2007 in das Bandgefüge eingebracht hat, erfahrt ihr nur durch den Besuch im Zürcher Hallenstadion.

Bild: zVg