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Die meisten Leute werden beim Namen Kensington eher an den gleichnamigen Stadtteil in London denken, durch die Royal Albert Hall ist die auch berechtigt. Doch Musikkenner und Indie-Fans haben nebst dem teuren Stadtteil auch eine Band aus Holland vor Augen, die seit ihrem zweiten Album in ihrem Heimatland mindestens so bekannt ist wie Coldplay bei den Briten. Und genau diese Indie-Pop-Band aus Utrecht spielt nächsten Montag ein Konzert im Komplex Klub in Zürich.

Kensington

Das sind Kensington. (Foto: zvg)

Ein Gastbeitrag von David Schneider

Sie füllen in ihrem Heimatland die grossen Hallen, haben dieses Jahr die Festivalsaison geprägt und sich mit ihren letzten zwei Alben in die Herzen zahlreicher Fans gespielt. Die Rede ist von der niederländischen Indie-Band Kensington, die 2005 ins Leben gerufen wurde. Zu Beginn war die Band zu Dritt unterwegs, bevor sie 2006 vom Gitarristen und heutigen Frontsänger Eloi Youssef komplettiert wurde. Seit diesem Zeitpunkt sind die vier Herren aus Utrecht ein Team und geben sowohl auf der Bühne als auch abseits Vollgas.

Doch es ist nicht so, dass die Holländer in ihrem Land seit Beginn eingeschlagen wären. Es galt sich zu etablieren, schliesslich gehört Holland musikalisch mit Bands wie DeWolff, Blaudzun, Kane oder dem Songbarden John Coffey zur oberen europäischen Musikliga. Aber Kensington zeigten schnell dass sie sowohl Potenzial als auch ihren eigenen Stil haben. Es folgten zwei EPs, Kensington 2007 und Youth 2008, die zeigten dass es die vier Freunde ernst meinten mit ihrer Musikkarriere. Ihre gleichnamige EP beispielsweise wurde von der niederländischen Musikpresse durchaus positiv aufgenommen und galt als besonders «abwechslungsreich und einprägend».

Mit den positiven Kritiken und vermehrter Publicity folgten je länger desto mehr auch grössere Konzerte. Zu Beginn als Support Band für Künstler wie Razorlight, My Chemical Romance oder den englischen Überfliegern The Wombats. Solch ein Einstand als Band zog viel Positives mit sich und ehe sie sich versehen konnten reisten Kensington 2009 nach Leeds um im Studio des Kaiser Chiefs Keyboarder Nick Baines aufzunehmen. Dort entstand das erste Album Borders, welches von keinem Geringerem gemastert wurde als von John Davis, der bereits mit den Arctic Monkeys zusammengearbeitet hatte. Die erste Single Youth wurde auf den holländischen Radiostationen rauf und runtergespielt und auch die Headlining-Tour zum Erstling war ein voller Erfolg.

Nun, zwei Alben, zahlreiche Konzerte und immer grösser werdende Festivalbühnen später, gehören Kensington in Holland und den angrenzenden Ländern zu den grossen Namen im Indie-Rock-Business. Ihre Shows der diesjährigen Tournee zum dritten Album Rivals ist ausverkauft und sogar das bis anhin grösste Konzert der Band, das nächsten Februar in der Heineken Hall in Amsterdam stattfinden wird, ist bereits gefüllt. Ein kleines Wunder also spielen die Herren aus Utrecht auf ihrer Europa-Tournee auch Club-Lokale wie den Komplex Klub in Zürich. Denn nach umjubelten Auftritten an Schweizer Festivals wie dem Gurten und Stadionhymnen wie Home again oder Ghosts kommen die Indie-Rocker nächsten Montag für einen schon fast intimen Gig nach Zürich.

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