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Vergangenen Dienstag waren die Dropkick Murphys mit dem neuen Album in der Schweiz zu Gast. Was das mit akustischen Gitarrenhelden oder Whiskey trinkenden Omas zu tun hat, lest ihr hier.

Pünktlich um 19.30 begann das Konzert im Zürcher Komplex 457. Tim Vantol betratt mit seiner Akustikgitarre die Bühne und unterhielt das bereits zahlreich erschienene Publikum. Wer nun denkt «Akustische Gitarre? Einer allein auf der Bühne? Das muss langweilig sein!» hat falsch gedacht! Dieser Mann rockt. Dieser Mann hat eine Stimme, dass man ihn auch ohne Mikrofon hört. Eine Ausstrahlung, dass man einfach mitsingt, egal ob man das Lied kennt oder nicht. Und er hat ein Talent, das seines gleichen sucht! Am Ende seines Auftritts ermutigte er noch das Publikum den eigenen Träumen zu folgen und an sich selbst zu glauben. «I just want to say: Believe in yourself! You’re in fucking Switzerland!»

Meine persönliche Empfehlung. Wer ihn verpasst hat: Vom 8. – 13. Juni 2013 gastiert er in verschiedenen Städten der Schweiz.

Nach einer kleinen Umbaupause kamen Frank Turner and the Sleeping Souls auf die Bühne. Bereits die ersten Songs wurden mitgesungen. Nach zwei Stücken konnte man die Bildung erster Circle- und Moshpits verfolgen und der Groundfloor war so stark mit Leuten gefüllt, dass man sich kaum noch bewegen konnte. Musikalisch waren Frank Turner and the Sleeping Souls zwar sehr solide, doch hatte die Musik nichts Spezielles an sich, was etwas enttäuschend war.

Lustig wurde es nur, als Frank Turner sich im Deutsch versuchte und erklärte, von was seine Songs handeln. Das klang dann etwa so: «Dieser Song ist uber Karten spielen und Whiskey trinken mit meiner Oma.» – Was gibt es besseres als Whiskey trinken mit Oma?

Dann waren endlich Dropkick Murphys auf der Bühne und starteten mit The boys are back. Circle-, Mosh- und wohl jeder andere Pit, der möglich war fand vor der Bühne statt und auch im Secondfloor oben sprangen, hüpften, tanzten die Leute. Klatschen, springen, drehen, Körperwärme, sich bewegen, singen, schreien, pfeifen, rufen, applaudieren, kreischen und das immer und immer wieder und ohne Pause, während Johnny, I Hardly Knew Ya The Irish Rover, Fields of Athenry, Rose Tattoo und viele andere Titel aus dem Repertoire gespielt wurden. Natürlich auch I’m Shipping Up To Boston!

Während der gesamten Show der Bostoner war die Menge kaum zu halten. Es tummelten sich so viele Leute vor der Bühne, dasss weder Luft holen, noch durchkommen möglich war. Das Komplex bis oben hin gefüllt und trotzdem hat es den Anschein, als würden es noch immer mehr werden.

Ein würdiger Auftakt des neuen Albums Signed and Sealed in Blood hier in der Schweiz war der Abend zweifellos und musikalisch ebenso einwandfrei. Das Publikum war wie die Band gut drauf und es gab schönes Merchandise am Stand und eine Wahnsinns-Show mit Draht zum Publikum. So soll es sein und nicht anders!

Also, das neue Dropkick Murphys-Album Signed and Sealed in Blood kaufen, zu Oma fahren, Karten spielen und Whiskey trinken. Hurray!