Ein Passwort wird per E-Mail an Sie geschickt

Produzent, Lyriker, Schauspieler, Designer – das alles trifft auf Lenny Kravitz zu. Doch in erster Linie ist er vor allem eines: Sänger. Musik ist seine Bestimmung, was er schon während seiner Kindheit entdeckt. Inzwischen macht Kravitz seit 22 Jahren Musik, hat über 35 Millionen Alben verkauft und 4 Grammy Awards gewonnen. Am 26. November wird er im Rahmen der Black and White Europe-Tour im Zürcher Hallenstation zu sehen sein.


Die Musik, die der Sohn eines weissen Fernsehproduzenten und einer schwarzen Schauspielerin macht, lässt sich keinem bestimmten Stil zuordnen. Ganz im Gegenteil, er vereinigt eine einzigartige Mischung aus Rock, Pop, Funk und Soul zu etwas Neuem. Dies kommt scheinbar gut an, denn seit seinem Durchbruch 1991 mit dem Album Mama Said, in dem es unter anderem um seine Exfrau Lisa Bonet geht, ist er mehr oder weniger erfolgreich – aber auf alle Fälle erfolgreich genug, dass jedes bisherige Kravitz-Album, bis auf das erst kürzlich erschienene Album Black and White America, vergoldet wurde. Sogar Lenny und Baptism, die nicht so erfolgreich waren wie die Alben davor oder danach.

Black and White America ist das erste Album, bei dem sich Kravitz, der sich ansonsten mit politischen Äusserungen zurückhielt, einem brisantem Thema zuwendet: Rassismus. Die Texte wurden als Reaktion auf eine Dokumentation über Rassismus, die er vor dem Wahlkampfsieg von Obama gesehen hatte, geschrieben. Sie nehmen, wie auch schon andere Alben vorher, Bezug auf seine Familiengeschichte. „I think it’s the best work I’ve done to date.“, sagt er über die CD.
Ob das jetzt so ist oder nicht, darüber scheiden sich die Geister. Aber auf jeden Fall bleibt er seinem Schlafzimmersound, in dem er hauptsächlich um die Liebe – sei es zu einer Frau, zu seiner Mutter oder zu Gott – geht, treu. Die Lieder sind sehr retro, von der Musik aus den 1960er und 1970er geprägt, und einige Songs wie Black and White America, In The Black, Everything und Stand bleiben in Erinnerung. Lenny Kravitz präsentiert sich mit dieser CD als Rockstar und von einer Seite, die lang vergessen war – nämlich jener, mit der er in den 90er Jahren seine Karriere begonnen hat.
Kravitz kehrt also nicht nur textlich, sondern auch musikalisch zu seinen Wurzeln zurück. Er schreibt über seine Kindheit, über seine Familie und auch über seinen Glauben. Dies scheint er auch live gut rüberbringen zu können, denn bisherige Berichte über seine Konzerte sind durchweg positiv. Der Rockstar scheut dabei nicht vor Kontakt mit seinen Fans zurück und es kann durchaus mal sein, dass man ihn mitten im Publikum wieder findet.

Als Vorband darf man sich auf Raphael Saadiq samt Band freuen. Saadiq ist, genauso wie Kravitz, schon seit über 20 Jahren im Musikbusiness tätig und kann von R&B und Soul bis zu Gospel alles vorweisen. Seine grössten Erfolge feierte Saadiq mit der dem R&B-/Soul-Trio Tony!Toni!Toné! und später mit der Neo-Soul-Gruppe Lucy Pearl. Nach über 15 Jahren im Musikgeschäft ist er seit 2002 Solo unterwegs und kann fünf Grammy-Nominierungen vorweisen. Mit seiner neuesten CD Stone Rollin’ passt Raphael Saadiq wunderbar zu Lenny Kravitz und scheint damit dem Publikum auch ordentlich einheizen zu können.
Genug Zündstoff sollten auf jeden Fall beide Musiker bieten können. Daher warten wir also gespannt auf den 26. November, wo uns Lenny Kravitz beweisen kann, dass er auch nach 22 Jahren im Showbusiness noch ein grossartiger Entertainer ist.

Weitere Infos zur Veranstaltung

goodnews.ch

Bild: zVg (Roadrunner Records)