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Die Band, die sich 2009 rund um die Schauspielerin Taylor Momsen bildete hat den grossen Durchbruch noch nicht geschafft. Etwas zu unreif sind die Texte, zu provokant die Musik. Interessant sind die jungen, energiegeladenen Wichtigtuer allemal: eine Rückkehr in die Zeit, in der sich junge Punkrock-Bands nichts, aber rein gar nichts vorschrieben liessen.

The-Pretty-Reckless_The-Pretty-Reckless-EP

fbo. Fast schon ironisch könnte man es nennen, dass eine der aufständischsten Bands der heutigen Musikszene aus den Träumen einer Schauspielerin heraus entstand, die noch vor wenigen Jahren in der schrecklich amerikanischen Serie Gossip Girl (2007-2012) einen unsicheren Teenager spielte, die, auf der Suche nach Anerkennung, so ziemlich alles tut. Trauen tut sich Taylor Momsen auch als Sängerin fast alles; dass sie damit anderen gefallen will, ist unwahrscheinlich – oder aber gut kaschiert. Auf jeden Fall hauen The Pretty Reckless ordentlich in die Saiten und auf die Drums, und mit erbarmungslosen Texten scheinen sie ihr Publikum gerade zu verscheuchen zu wollen.

Auch wenn es der Band durchaus an einigen Dingen fehlt (Differenziertheit, Reife, Zurückhaltung), so machen sie das doch durch Eigenschaften, die sie im Überfluss besitzen, wieder wett: an Energie und Direktheit reicht ihnen so schnell keiner das Wasser. «Reckless», das sind sie auf jeden Fall. Und wenn man sich Taylor Momsen, umgeben von drei Kraftprotzen von Musikern, ansieht, dann gesteht man ihnen auch das «Pretty» zu. Bleibt nur noch, dass sie, was die Qualität der Musik angeht, positiv überraschen können.

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