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Die irische Band God Is An Astronaut zeigte was Post-Rock ist. Mit der Untermalung der Lichteffekte liessen sie uns in kraftvollen und eindrücklichen musikalischen Sphären schweben. Die anfänglichen Kratzer wurden vergessen und die musikalische Spannung steigerte sich bis zum letzten Ton. Ein melodiöses Ambiente, welches sich durch kraftvolle Riffs und teilweise dominierendem Schlagzeug ein Kampf liefert, unterstrichen mit den sanften Klängen des Piano.

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Foto: zvg

dsc. Aus technischen Problemen könne die Supportband nicht auftreten, hiess es auf einem Zettel an der Eingangspforte zum Komplex Klub. Der Konzertbeginn somit von 20.00 auf 21.00 verschoben, erste genervte Worte fieln. An der Bar war das schon wieder vergessen und bei einem Bier fragte man sich, wer eigentlich die Supportband hätte sein sollen. «Auf meinem Ticket stand nur Specialguest.»  Als dann endlich das erste Lied angespielt, pfiff und kratzte in den Ohren. Wurde das technische Problem noch nicht ganz behoben oder war ich schon viel zu lange an keinem Konzert mehr?

Der Klubsaal war gut gefüllt und die Soundqualität beim zweiten Song Transmissions auch schon viel angenehmer. Nach dem dritten Song begann sogar ich als Nicht-Haareschüttler mit meinem Kopf mitzuwippen. So fand ich die Bemerkung von meinem Nebenan «Jetzt händs mi» auch ganz angebracht.
God is an Astronaut schafften es die Spannung in ihrer Musik von Song zu Song noch zu einer grösseren Masse aufzubauen, welche sie dann mit einer Eleganz und vollgepackt mit Leidenschaft auf das Publikum herunterprasseln lassen. Obwohl die Band die ausverkaufte Europatournee aus dem Jahre 2008 nicht toppen konnte und ich ganz ehrlich ihre Videoeinspielungen vermisste, war ich am Ende des Konzertes überrascht, mit welcher Intensität mir die Musik eingeflösst wurde. Es war richtig, dass sie im Jahre 2002 diesen Weg eingeschlagen haben und sich vom anfänglichen Studioprojekt zu einer Live-Band entwickelten.

Alle haben sich an diesem Konzert versammelt, es war ein buntes Gemisch aus den verschiedensten Leuten, in der Menge der Leute konnte man sogar eine Exfreundin von einem der Bandmitglieder kennenlernen, obwohl die beiden mit 12 Jahren zusammen waren, fühlte man sich doch gleich ein bisschen mehr oder wohl eher weniger integriert in das Ganze. Exfreundin hin oder her, wir waren alle wegen ihren eindrucksvollen Songs da und davon hatten sie auch eine ganze Palette zu bieten.