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«Kiss Me Once» heisst das aktuelle Album des australischen Popstars Kylie Minogue. Auf der Welttournee dazu gastiert sie am 17. November im Hallenstadion Zürich.

Über Popstars berichten wir im allgemeinen eher nicht, aber manchmal machen auch wir eine Ausnahme. Die quirlige Sängerin, die ihre Karriere in den 80er Jahren als Schauspielerin in der australischen Seifenoper Neighbors begonnen hat, lieferte auf ihrem Debütalbum Kylie 1988 einen der Hits des Jahres: I Should Be So Lucky. Es gab damals kein Entkommen vor diesem Song. Egal, zu welcher Zeit man das Radio anstellte oder MTV – einige mögen sich noch an die gute alte Zeit erinnern, als das M in MTV noch für Musik stand – einschaltete, immer hörte man dieses Lied, das sie in der Wartezeit vor dem Studio von Stock, Aitken & Waterman geschrieben hatte. Einen gewissen Schalk konnte man Kylie also schon damals nicht absprechen.

Schon bald wollte sie ihr «Nettes Mädchen von nebenan»-Image loswerden und experimentierte mit neuen Musikeinflüssen. So wurden die Alben Dancelastiger und ihre Selbstdarstellung lasziver, allerdings ohne sich auf ein solch tiefes Nivea wie Miley Cyrus runterzulassen. Nach der Tour zu ihrem vierten Album Let’s Get To It beendete sie ihren Vertrag mit Stock, Aitken & Waterman, das sie sich von ihnen eingeschränkt fühlte und als sie 1993 ihr fünftes Album Kylie Minogue veröffentlichte, welches auch die Hitsingle Confide In Me beinhaltetete, war dies der Anfang eines neuen Kapitels in ihrem Schaffen. Doch nicht nur mit ihrer Musik machte Kylie von sich reden, auch ihre Musikvideos konnten und können sich noch immer sehen lassen. Ganz besonders das vom Gemälde Ophelia von John Everett Millais inspirierte Video zu Where the Wild Roses Grow, welches in Zusammenarbeit mit Nick Cave entstand.

Mit Kiss Me Once brachte sie im März dieses Jahres ihr mittlerweile zwölftes Album auf den Markt und man darf sich auf eine abwechslungsreiche Show ihrer im September gestarteten Tour freuen.

Neben der Musik spielte sie auch noch in diversen Filmen und Fernsehserien mit, darunter in Moulin Rouge! und dem nächstes Jahr in die Kino kommenden San Andreas, sowie in der Doctor Who Folge Voyage of the Damned aus dem Jahr 2007. Allerdings waren die Kritiker weniger erfreut ab ihrer schauspielerischen Leistung und so ist es gut, dass sie weiterhin Musik macht.