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Aufnahmen im Studio und Rekrutenschule: Legend 69 waren lange nicht mehr auf der Bühne zu bestaunen. Vergangenen Samstag feierten die Rocker zusammen mit Smackdown To Reality und The Three Sum ihr Bühnencomeback im sterbenden Rampe Club in Bubikon.

Terence Egger weiss, wo er mit Legend 69 hin will – ganz nach oben! (Janosch Tröhler)

jt. Alles schien ein wenig chaotisch. Der Rampe Club, der dieses Jahr seine Tore schliessen wird, nicht annährend voll. Im Restaurant Rampe, welches sich im selben Gebäude befindet, dinierten Jugendliche an der Jungbürgerfeier der Gemeinde Bubikon.
Den undankbaren Start durften vier Musiker aus der Umgebung von Uster bestreiten: Smackdown To Reality. Die Jungs gaben ihren Metal-Sound zum besten, doch entwickelten nie eine richtige Glaubwürdigkeit. Während ihre Musik „Fuck you!“ sagte, blieb die Band in den kurzen Reden zwischen den Songs viel zu brav. Die Nachbarskinder mit der bösen Musik. Da kann noch an der Ausstrahlung gearbeitet werden.

Wesentlich erfahrener waren die Punk Rocker von The Three Sum. Mit einem lockeren und schnellen Set, das auch die nötige Abwechslung mitbrachte, schafften die Musiker das, was Smackdown verwehrt geblieben war: Stimmung erzeugen.
Durch Bands wie The Subways oder The Cure inspiriert, zeigte die Band ihre Begeisterung offen und ungeschminkt. Ein ehrlicher Auftritt, der den Abend erstmals so richtig in Gang brachte.

Es dauerte dann einen Tick zu lange, bis mit Legend 69 die Gastgeber auf dem Programm standen. Dafür hatten doch einige Besucher in den Club gefunden, auch wenn er weit davon entfernt war, ausverkauft zu sein.
Der Sound der Bubiker Band liegt im Spannungsfeld von Hardrock im Stil von Nickelback, US-amerikanischem Metalcore und punkigen Attitüden. Die Mischung ist heiss und sorgte für eine brodelnde Stimmung, zumal die jungen Legenden auf eine treue Schar Fans zählen konnten. Nach einem stimmigen Intro traten die Musiker gleich voll aufs Gas und jagten rissen die begeisterte Menge mit. Da brauchte man sich auch nicht von technischen Problemen einschüchtern lassen. Nach einem Intermezzo mit der Ballade Where The Happy End Ends sorgten diese Probleme aber für einen Tiefpunkt. Zu spät hat die Band reagiert und das Publikum mit dummen Sprüchen hingehalten. Zu lange war es einfach still. Zwei Songs lang hatten sie daran zu beissen, doch spätestens mit Deadline Day erreichte der Abend seinen Höhepunkt.
Die Jungs von Legend 69 schienen noch ein wenig eingerostet zu sein. Dennoch bekam man an jenem Abend eine Ahnung davon, wie viel mehr sie noch drauf haben. Diese Band hat definitiv das Potential, eine brandheisse Show zu liefern – auch ohne pyrotechnische Spielereien!

Fotos: Janosch Tröhler und Oliver Stutz