Das neue Album der britischen Future-Pop-Band VNV Nation ist in den Schweizer Alben Charts auf Platz 77 eingestiegen. Grund genug, Automatic etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Das neusten Werk von Ronan Harris und Mark Jackson ist das Ergebnis einer spürbaren Veränderung in ihrer Musik.

 

jt.Mit Judgement nahm es seinen Anfang, in Of Faith, Power & Glory verstärkte es sich nochmals und nun wurde es in Automatic perfektioniert. Das Album ist ein Schmelztiegel für Electronic Body Music, Techno, Trance und klassischen Elementen. Die neusten Werke des erfolgreichen Duos sind schneller, poppiger und stehen für die Tanzflächen bereit. Denkt man zurück an Songs aus den frühen Jahren wie Legion, Beloved oder Arclight, erkennt man den krassen Unterschied. Doch VNV hat ihre, die Musik beschreibende Errungenschaften in Automatic mitgenommen. Trotz den fast schon massentauglichen Sounds in Space & Time oder Control bleiben die nachdenklichen Texte und breiten Synthie-Flächen erhalten. Somit bleibt etwas bestehen: VNV Nation klingt wie… VNV Nation.
Während Space & Time eine typische Hymne der Band ist und mit Control ein aggressiver, bassdominierter Track auf die Scheibe gefunden hat, sind auch virtuose, elektronische Spielereinen auf Automatic zu finden. Das beste Beispiel dazu ist der Eröffnungssong On-Air.
Die melancholischen Texte à la Illusion findet man in eine treibende Melodie verpackt in Gratitude wieder. My god, look at what we are now  / without regret for all the things that we have done. Solche Zeilen grenzen die Musik dann wieder auf lyrischer Basis vom Rest der Hitparade ab.
Automatic ist leicht zugänglich, ein Einstiegsalbum für jene, die VNV Nation noch nicht kennen. Für alteingesessene Hörer bietet das Album zwar nichts Besonderes oder Neues, macht sich dafür umso besser in den Clubs.

Tracklist:

1. On-Air
2. Space & Time
3. Resolution
4. Control
5. Goodbye 20th Century
6. Streamline
7. Gratitude
8. Nova (Shine A Light On Me)
9. Photon
10. Radio