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Zehn Jahre ist es her seit das kanadische Indie-Rock-Duo Death from Above 1979 mit ihrem Debüt «You’re a Woman, I’m a Machine» ordentlich einschlugen und neue Wege freilegten, was tanzbaren Punk im Indie-Verschnitt anbelangte. Nun sind die zwei Haudegen zurück und spielen mit ihrem kürzlich erschienen Zweitling «The Physical World» ein lang erwartetes Konzert im Mascotte.

DFA1979 - APPROVED #1

Das sind Death from Above 1979. (Foto: zvg)

Ein Gastbeitrag von David Schneider

In den letzten Jahren schossen Zwei-Mann-Bands in der Indie- und Rocksparte regelrecht wie Pilze aus dem Boden. Johnossi aus Schweden hauen ihr Publikum seit 2004 um und Bands wie Royal Blood, The Bots, Deap Vally und The Black Box Revelation sind ebenfalls erfolgreich auf die Duo-Schiene aufgesprungen. Doch zwei Männern aus Kanada, die beinahe vergessen gingen, gelang vor zehn Jahren mit ihrem Debütalbum ein Riesen-Coup: Death from Above 1979, wie sich die Band aus Toronto nennt, zeigten der Musikwelt, dass für tanzbaren Indie-Punk nicht mehr als ein Bass und ein Schlagzeug nötig ist. Nicht zu vergessen die raue und mitreissende Stimme von Sänger und Bassist Jesse Keeler.

Überraschendes Ende

Zusammen mit Sebastien Grainger, der drum-technischen Hälfte der Band, definierten sie die Genre Disco- und Dance-Punk neu. Dies ganz ohne aufwändige Effekte oder ein riesiges Instrumentarium. Im Gegenteil, gerade durch ihre Einfachheit prägten sich die Lieder des Duos in die Gehirnwinden von Fans und Musikkritikern, die Band kam mit ihrem Album You’re a Woman, I’m a Machine auf allen Seiten gut an. Doch trotz dieser Beliebtheit und dem damit verbundenen Erfolg liess es sich die Band nicht nehmen, nebst regulären Konzerten auch ab und an bei ihren Fans im Wohnzimmer zu spielen. Keeler und Grainger waren und sind Musiker zum anfassen, so roh und ehrlich wie ihr Sound. Umso erstaunlicher war es, als die Band 2006 nach ihrem erfolgreichen Erstling verlauten liess, dass sie sich auflösen werden.

Erwartetes Comeback

Mit Musik ganz abzuschliessen hatte damals aber keiner der Beiden vor: Sänger und Bassist Jesse Keeler zeigte bei dem 2005 gegründeten Electro-House-Projekt MSTRKRFT (sprich Masterkraft) sein Können als DJ und Produzent und Drummer Sebastien Grainger startete nach der vorzeitigen Auflösung von Death from Above 1979 seine Solokarriere. Doch irgendwie war stets zu spüren, dass die Geschichte um das tanzentflammende Duo aus Kanada noch nicht fertiggeschrieben ist. Und als hätte man es kommen sehen, war 2011 auf einmal von einer Wiedervereinigung die Rede. Gesagt, getan: Die zwei Herren aus der grössten Stadt Kanadas spielten wieder gemeinsam Konzerte, als wäre von einer Auflösung nie die Rede gewesen.

«I don’t need you. I want you.»

Doch mit einem weiteren Album wollten Death from Above 1979 sich Zeit lassen und vor allem nichts anbrennen lassen. So dauerte es weitere drei Jahre bis das Indie-Rock-Duo sein zweites Album namens The Physical World veröffentlichte. Genauer gesagt erschien die Platte diesen September und liess Fans sowie Kritikern keinen Zweifel: Death from Above 1979 sind zurück und dies mit frischer Energie und neuem Material. Um sich davon zu überzeugen, dass es sich lohnt seine Tanzhosen für diese rockenden Langhaar-Träger anzuziehen, lohnt es sich am 18. Oktober im Mascotte in Zürich zu erscheinen. Dann nämlich lässt die Band ihr neues Album, welches von Oasis-Produzent Dave Sardy aufgenommen wurde, auf das Schweizer Publikum los. Ein Augenblick an dem einige merken werden, wie sehr ihnen diese Band gefehlt hat – oder um es mit den Worten aus Romantic Rights ihres Debütalbums zu sagen: «I don’t need you. I want you.»

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