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Video-Premiere: Little Tornados zeigen faszinierendes Video zu «Chérie la Mouche»

Das Projekt Little Tornados von David Thayer präsentiert heute bei uns ein schräg-schönes Video zur Single «Chérie la Mouche».

Die Kollaboration überspannt Europa: Little Tornados heisst das Projekt von David Thayer. Dazu kommen der Bass von Laetitia Sadier und die Drums von Emmanuel Mario, John Herndon und Hans Hansen. Auch Amin Khatir ist am Bass zu hören. Und Joel Raif an der Gitarre. Auch Caroline Sallee leiht Little Tornados ihre Stimme – oder Giorgio Tuma.

Sie alle vereinen sich unter Thayers Führung als Little Tornados auf dem zweiten Album Apocalypse!, welches am 16. Februar das Licht der Welt erblickt. Entstanden ist ein Sound, geprägt von alten Röhren-Synthesizers und vergessenen Orgeln.

Bevor das neue Album jedoch in die Welt entlassen wird, veröffentlichen Little Tornados ihre zweite Single Chérie la Mouche. Das Video dazu feiert heute bei uns Premiere:

Und das Video ist eine ebenso faszinierende Kooperation von Künstlern. Die schweizerisch-peruanische Künstlerin Susana Perrottet führte Regie. Die Band performt darin vor den psychedelischen Gemälden des russischen Sci-Fi-Malers Wadim Kashin.

Das bewegte Bild passt hervorragend zum im gleichen Masse abgedrehten Sound von Chérie la Mouche. Das Bemerkenswerteste dabei ist: Thayer kann gar kein Französisch. Er singt trotzdem, weil die Sprache einfach «lovely» klingt, wie er sagt. Die Sängerin Laetitia Sadier hingegen Englisch: «What a thankless chore, always wanting more.»

Romantische Maden

Chérie la Mouche hat die Anmut einer leicht verschlafenen Liebesballade. Der Eindruck täuscht: «la mouche» ist eine Fliege. Ein romantisches Lied an das manchmal mühsame Insekt. Darüber hinaus wird die Single zur Hymne für die sogenannte Madentherapie. Und ja, die gibt es wirklich und ist tatsächlich so ekelerregend, wie man sich’s vorstellt: Dabei werden lebende, desinfizierte Maden in Wunden von Menschen oder Tieren eingeführt. Die Maden fressen das tote Fleisch weg. Wer wissen will, wie das aussieht, muss bloss hier klicken. Aber Achtung: Ein starker Magen ist von Vorteil!

Auf jeden Fall ist klar: Chérie la Mouche hat plötzlich nicht mehr einen so lieblichen Touch. Nichts im Video verweist auf die Botschaft. Um bei der Musik zu bleiben: Chérie la Mouche zelebriert ein schummriger Psychedelic-Folk. Trotz dem breiten Einsatz von Synthesizer klingt der Song so natürlich, wie der ewige Zerfallsprozess. Nur halt mit Maden.