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Heute feiert die «Cosmic Youth» von Denis The Night & The Panic Party bei uns Video-Premiere. Eine volle Breitseite Electro-infizierter Rocksound.

Der Wahnsinn hat einen neuen Soundtrack: Cosmic Youth von Denis The Night & The Panic Party. Karibische Trommel-Rhythmen, Autotune, flirrende Synthies und rabiater Rock. Was diese Band hier entfesselt, ist wilde Eskalation.

Dekadenz und Eskalation auch im Video. Die Kontraste zwischen den musikalischen Stilen spiegelt sich auch im Regenbogen-Angriff aufs Auge, der seinen Höhepunkt in einem Bild von Donald Trump als Gipfel des Irrwitzes findet.

Cosmic Youth ist ein drei Minuten langer Wirbelsturm. Unmöglich, diese Reizüberflutung in der Gänze zu erfassen. Und doch: Diese Single hat eine unheimliche Anziehungskraft – trotz oder vielleicht gerade wegen seiner Überschwänglichkeit. Auf jeden Fall trifft die italienische Band den Nerv der Zeit: Denis The Night & The Panic Party spielen dieses Jahr am renommierten «SXSW» in den USA.

Bunga Bunga und Zeitgeist

Cosmic Youth erhält heute auch einen allegorischen Charakter. Das scheinbare Durcheinander, der getriebene Wildwuchs im Song reflektiert das politische Chaos unseres südlichen Nachbarn fast perfekt. Wo ein Komiker mit seiner 5-Sterne-Bewegung ständig zwischen Populismus, faschistischen Tendenzen und sozialistischen Ideen umher irrt. Wo ein verurteilter Mann mit Bunga-Bunga-Vergangenheit wieder zum Hoffnungsträger wird. Da fragt man sich mit Aussenblick: Was ist hier los?

Kein Wunder, windet sich der Protagonist im Schlaf. Selbstverständlich ist Cosmic Youth keine direkte Reaktion auf das Wahlergebnis vom Sonntag. Aber doch eine Rezeption des Zeitgeists – in seiner vollkommenen Ohnmacht.