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Die Musik des Schweizers David Howald ist nichts für anspruchslose Ohren. Der Avantgarde-Künstler beweist mit seiner neusten Single erneut, dass Singer-Songwriter auch experimentell sein können.

Es ist die zweite Vorab-Single des Schweizers David HowaldThe Pariah Nobody Knew ist ein sich um das traditionelle Singer-Songwritertum windende Avantgarde-Komposition. Wie schon bei Domestication Zone, nur geschliffener und sanfter, mäandriert der Gesang wie ein roter Faden durch das Arrangement.

Doch in The Pariah Nobody Knew ist die Stimme nicht vom Klangteppich entkoppelt wie in Domestication Zone. Das macht die Single etwas zugänglicher, und trotzdem bleibt Howalds Musik nichts für Hitparaden-Hörer. Es ist Musik, die volle Aufmerksamkeit fordert. Direkt und ohne besänftigenden Filter trägt der Zürcher sein Lied vor, unterstützt durch Alicia Edelweiss. Mit den warmen Orgelklängen und den dezenten Akkordeon-Einsätzen umschwärmt The Pariah Nobody Knew den Charme eines Pariser Cafés.

David Howald hat sich als Kopf der Band Tranqualizer einen Namen gemacht. Bild: zvg

Am 15. September erscheint David Howalds zweites Album The Double. Während Set Out To Meet Beauty, sein erstes Solo-Werk von 2012, doch eher ruhig war, wird Howald nun mutiger. Die experimentelle Kraft des ehemaligen Frontsmanns der Grunge-Goth-Band Tranqualizer trifft auf eine gefühlvolle Facette des Mannes. Mit einer Band als Fundament spielte er auf unzähligen Bühnen und veröffentlichte 2013 mit seinen Mitmusikern die EP Papermoon

Doch diese einzigartige Mélange, die Howald nun umarmet, ist in der österreichischen Hauptstadt entstanden. In Wien tauchte Howald in die lebendige Kunstszene ein, wurde beeinflusst von Film und Theater. Mit Hilfe seines langjährigen Gefährten Jari Antti vollendet Howald nun seinen eigenwilligen Sound auf The Double.