Mit dem neuen Album „Move The Clouds“, welches im Oktober erscheint, wagen Mephistosystem einen weiteren Schritt nach vorne. Während neue Ziele am Horizont angepeilt werden, vergessen die fünf kreativen Köpfe nicht, ihre Qualitäten beizubehalten.

jt.Das Rezept ist einfach und altbekannt: Treibende Gitarren verschmelzen mit elektronischen Spielereien, während die Stimme über die Klangwellen reitet. Doch Mephistosystem scheut sich nicht, auch in die Tiefen ihres eigenhändig erschaffenen Ozeans zu tauchen. So klingt der Sound drückend und umhüllend. Die Wogen stürzten über dem Hörer zusammen und jagen ihn in eine Welt, belebt von sozialkritischen und nachdenklichen Gestalten. Mit ihren Texten versuchen die Musiker uns anzuregen, Dinge zu hinterfragen, die wir hinnehmen, weil sie uns auf dem Silberteller präsentiert werden. Mit einer Gleichschaltung hat das dennoch nichts zu tun. „Unser Ziel ist es nicht, den Leuten unsere Meinung aufzudrängen, sondern sie dazu zu bringen, Gegebenes mal von einer anderen Perspektive zu betrachten.“, so Gitarrist Pat. Trotz der düsteren Grundstimmung in Mephistosystems Musik ein edler und belebender Gedanke.
So klar die Botschaft der helvetischen Band auch erscheinen mag, verpackt ist sie in einem facettenreichen Klangpaket. Die verschiedenen Einflüsse sprengen Genregrenzen und machen es schwierig, Mephistosystem einzuordnen. Pat meint dazu: „Persönlich denke ich, ist es sinnvoll, sich in eine Schublade stecken zu lassen, um Leute zu erreichen, die sich nur aus bestimmten Schubladen bedienen.“ Dennoch betont er, dass genau die Differenzen innerhalb des Sounds die Kunst ausmachen und eine Spannung erzeugen. Ein roter Faden vermag sich trotzdem durch sämtliche Titel zu ziehen, die uns Mephistosystem in ihnen zu erkennen geben.
Nach einer gewissen Zeit stellt sich bei jeder Formation die Frage nach dem Erfolg. Zu behaupten, Musik bloss zur Selbstbeschäftigung auszuüben, sei gelogen, sinniert Pat: „Schliesslich ist es der Traum jedes Musikers, dass sich seine Arbeit auch irgendwann mal finanziell in schwarze Zahlen umwandelt und man mehr Zeit für den kreativen Schaffensweg hat.“ Erfolg definiert sich aber für den Gitarristen auch in anderer Weise. Wichtig sei, dass es die Band schafft, jahrelang vorwärtszukommen. Ohne sich zu widerholen, ohne Stillstand und ohne Rückschritt. Weiterentwicklung ist das Wichtigste, ob in grossen oder doch kleinen Schritten. Hauptsache, es geht voran. Ob danach den Finanzen die Fortuna winkt, liegt ja nicht mehr in der Macht des Künstlers.
Mit „Move The Clouds“ gelingt Mephistosystem zweifelsfrei ein solcher Schritt. Gross oder klein entscheidet sich nach der Veröffentlichung des Albums am 28. Oktober. Neben der sterilen Studioaufnahme, zieht es die Musiker auf die Bühnen Europas, wo sie ihren neuen Songs dem Publikum mit der nötigen Portion Energie in die Gehörgänge schiessen möchten. Mephistosystem arbeitet bereits wieder an neuem Material, denn wie gesagt: Stillstand ist Tod.

Bild: zVg (Mephistosystem)

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