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Band interviewt Band: Die Haudrauf-Jungs von Who’s Panda treffen auf Silver Firs. Klingt unterhaltsam, ist es auch. Für einmal das Schema brechen und statt einen Reporter auf ein Interview anzusetzen doch einfach zwei Bands sich gegenseitig befragen lassen. Und wenn die beiden Musikertrüppchen erst noch bald am selben Event spielen, umso besser.

Nein, dass sich hier zwei Bands gegenseitig interviewen soll nicht heissen, dass wir Reporter bequem oder gar faul sind. Aber wenn schon mal zwei tolle Schweizer Bands sich einen Konzertabend teilen und es erst noch beide würdig sind, interviewt zu werden, wieso nicht einfach die Schallwellen-Erzeuger selbst die Fragen stellen lassen? Die Rock’n’Roll-Band Who’s Panda aus Baden und die Damen und Herren der Indie-Band Silver Firs aus Bern spielen im Rahmen der Konzertreihe «Keep It Indie» am 15. Mai in der KUFA Lyss und haben sich so schon vor dem gemeinsamen Bier trinken im Backstage etwas näher kennengelernt.

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Who’s Panda (Foto: zvg)

 

Silver Firs interviewen Who’s Panda: «Who is this fucking Panda?»

Silver Firs: Who’s Panda?

Who’s Panda: Das sind fünf besoffene Jungs die einen Bandnamen suchten, einen alten verrosteten Fiat Panda sahen und sich fragten, „Who is this fucking Panda“?

Wieso ein Bär im Namen aber ein Vogel im Logo?

Eigentlich ist ja nicht das Tier damit gemeint. Aber am Anfang hatten wir auch ein Logo, welches wie ein Pandabär aussah. Heute hätten wir da ein Problem mit einem gewissen deutschen Rapper. Darum haben wir etwas Neues gesucht, und diesen Vogel – ein Tattoo — gefunden.

Welches ist in euren Augen die beste Schweizer Band aller Zeiten?

Beste Schweizer Band aller Zeiten? Schwierig, wir denken da gibt es viele verschiedene. Am Erfolg gemessen ist sicher Krokus oder Stephan Eicher weit vorne.

Studio mit Produzent oder Do It Yourself (DIY)?

Bis jetzt war alles DIY, für das nächste Album suchen wir aber eine Zusammenarbeit mit einem Produzenten. Uns geht es dabei darum, frischen Wind in unsere Musik zu bringen. Jemand Aussenstehendes hört ganz anders auf unsere Musik als wir…

Was ist euer Live-Geheimnis?

Geheimnis? 5 Bier und 2 Stangen Zigaretten! Nein, eher das Gegenteil. Wir bereiten uns auf jeden Gig gleich vor, mindestens zweimal unser Set proben, in der richtigen Reihenfolge und mit geplanten Pausen. Eine richtige Vorbereitung nimmt dir die Nervosität und lässt dir Raum, aus dir heraus zu kommen. Besoffen auf der Bühne spielen, das war in den Achtzigern lustig. Heute musst du voll konzentriert sein!

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Silver Firs (Foto: zvg)

 

Who’s Panda interviewt Silver Firs: «Unser Bassist spielt sehr ästhetisch Bass.»

Who’s Panda: Was bedeutet eigentlich euer Bandname?

Silver Firs: Die Weisstannen (Abies alba).

Eure Musik ist ein Mix aus ruhigen Gitarren, Percussion Drums und elektronischen Elementen. Wie würdet ihr eure Musik beschreiben?

Leicht psychedelische, globalisierte Popmusik mit Hinterländler-Flair und etwas zuviel Perkussion.

Der Song Motherland erinnert mich stark an Send me on my Way von Rusted Root. Zufall oder Inspiration?

Ok, der wird langsam alt. Nein, wir kannten weder diesen Song noch die Band als wir Motherland geschrieben haben. Klar, die Gitarrenmelodie am Anfang klingt ähnlich, aber so ein Allerwelts-Riff in Dur wird es da draussen wohl noch ein paar Mal geben.

Warum eine Frau in der Band? Das gibt doch nur Probleme?

Ach, das passt schon. Dann setzen sich alle schön hin auf dem Bandraum-Klo.

Was werdet ihr dem Publikum im Kufa spezielles bieten? Neue Songs? Bühnenoutfits?

Oder das Konzert inklusive Yoga stunde? Übrigens eine Anspielung auf den Facebook-Eintrag von «Nazarely Martinez». Für Yoga sind wir etwas zu ungelenkig. Dafür gibt es zwei, drei neue Songs und 30 Sekunden Saxofon.

Was ist eure grösste Stärke bei einem Live-Gig? Stimmung machen, in Ruhe tanzen oder «de Völlscht isch de Töllscht»?

Unser Bassist spielt sehr ästhetisch Bass.