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Ugly Kid Joe: Es gibt sie noch, respektive wieder. Nach der Europatournee von 1996 löste sich die Band auf und startete 2010 einen zweiten Anlauf. Ganz in Vergessenheit sind sie offenbar nicht geraten, Ugly Kid Joe performten vor einem vollen Dynamo Zürich.

Der Opener von Ugly Kid Joe heissen Mad Sox und sind schon seit 1992 im Business. Sie legten eine routinierte und reibungslose Performance hin. Man spürte, dass sie nach all den Jahren noch immer mit Herzblut dabei sind und Spass am Auftreten haben.

Lorenzo Meister von Mad Sox.

Mike Sutter hinter seiner Küche.

Sie interagierten aktiv mit den bereits Anwesenden und schienen sich nicht daran zu stören, dass der Grossteil der Konzertbesucher erst zum Hauptact in den Saal strömte.

Pascal Meister mit vollem Einsatz.

Matthias Freiburghaus und Martin Ryffel lehnten sich voll in die Sache.

 

Ugly Kid Joe kämpften von Anfang an mit technischen Schwierigkeiten. Unter Umständen war das der Grund, weshalb die Fotografen schon nach dem ersten Song aus dem Bühnengraben geschickt wurden. Leider half es nicht, die Probleme zu lösen oder die Tonqualität zu verbessern.

Klaus Eichstadt von Ugly Kid Joe.

Whitfield Crane gab vollen Einsatz.

 

Gefeiert wurden sie dennoch vom Publikum, das bei den wenigen allseits bekannten Hits mitsang. Nicht laut, aber hörbar. Vielleicht war man doch nicht mehr ganz so textsicher wie damals in den 90ern. Vielleicht waren sie aber auch leicht abgelenkt, weil auf der Bühne gleich mehrere visuelle Reize ausgelöst wurden.

Ob er sich die Socken vom Opener ausgeliehen hat?

Shannon Larkin (Ugly Kid Joe)

Es verspricht heiss zu werden, wenn Shannon Larkin nur in Unterhose dasitzt.

Die aktuelle Tour benannten sie nach ihrem ersten Album America’s Least Wanted, das vor 25 Jahren mit Doppelplatin ausgezeichnet wurde. Die Produktion des letzten Albums Uglier Than They Used Ta Be wurde zu 201 Prozent durch Crowdfunding finanziert. Die Scheibe scheint aber keine grosse Aufmerksamkeit erregt zu haben und hielt sich in den USA nur eine Woche in den Charts. Der erfolgreichste Song ist und bleibt Cats In The Cradle von 1993, eine von 25 Coverversionen des Originals von Harry Chapin.

Wieso sich sich Ugly Kid Joe nennen, beschäftigte damals sogar Beavis and Butt-Head. Seit der Gründung hatten sie drei verschiedene Namen: Overdrive, SWAT und schliesslich Ugly Kid Joe. Ursprünglich wollten sie sich nur für einen einzelnen Auftritt mit der Glam-Band Pretty Boy Floyd so nennen, um die Unterschiedlichkeit der beiden Bands zu unterstreichen. Der Auftritt wurde abgesagt, der Name blieb.

Whitfield Crane, Frontmann von Ugly Kid Joe.

Klaus Eichstadt, Whitfield Crane und  Cordell Crockett.

Dave Fortman. 

 

Den heutigen Abend werde ich mit gemischten Gefühlen in Erinnerung behalten. Einerseits wegen der schlechten Tonqualität bei Ugly Kid Joe, dem Versingen ihrer Tophits und weil nur halbwegs Stimmung aufzukommen vermochte. Andererseits bleibt mir aber Mad Sox in sehr guter Erinnerung, weil bei ihrem Auftritt Ton, Licht und Sympathie sehr gut bei mir ankamen.