Die kanadischen Hardcore-Punker haben Torches To Triggers erst vor einem Jahr gegründet, doch präsentieren bereits ihr Debütalbum. Bei den Musikern handelt es sich allerdings nicht um unverfahrene Hasenfüsse.

jt. Die fünf Musiker aus Nordamerika betreiben auf Doomsday In Douglasdale Punkrock in Reinstform. Kurze, scharfe Hardcore-Salven ballern zwischen den typischen Chorälen in Klargesang durch. Schnelle Rhythmenwechsel machen den Sound der Band rastlos, manchmal auch anstrengend.
Dabei sind es genau diese Hardcore-Einflüsse, die echtes Potential aufweisen und stark an der Grenze zu diversen Metalströmungen kratzen. Die wütend-fauchenden Stellen reissen mit und packen den Hörer richtig. Das bloss 1:07 Minuten lange Kitchen Party ist hervorragendes Beispiel, dass Torches To Triggers den Faden dort weiterspinnen müssen.
Denn beim amerikanischen Punkrock besteht ein wesentliches Problem: Es klingt nach „schon gehört“. Schuld sind die überdominanten Bands Blink-182 und Sum 41, die das europäische Gehör bereits vor Jahren in feste Bahnen musiziert haben. Dass Torches To Triggers mit Hardcore und Metal flirten kommt ihnen nur zu gut, denn sie reissen den Hörer aus ihrer Sicherheit der Vorahnung.
Der Punkrock von der anderen Seite des Atlantiks hat nun die Gelegenheit, sich unbemerkt weiter zu entwickeln. Torches To Triggers wagen einen – wohl nicht allzu grossen – Schritt nach vorne.

Release

22. Oktober 2012

Label

Sums Records

Tracklist

01. Dead Sea
02. My Zombaby
03. Let Them Talk
04. This Moment
05. Business As Usual
06. Stop The Wedding
07. Countdown
08. Reins of Change
09. The Voice Inside
10. Sunburn
11. Kitchen Party
12. Promise In Disguise