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Zwei so unterschiedliche, deutschsprachige Bands wie Feuerschwanz und Saltatio Mortis es sind, beehrten das Z7 in Pratteln mit ihrer Anwesenheit und beglückten das energiegeladene Publikum mit amüsanten, tiefgründigen und mittelalterlichen Klängen und Texten.

Feuerschwanz überraschte positiv an jenem Samstagabend. Trotz relativ simplen und teils primitiven Texten schafften sie es, das Publikum zum Mitklatschen und Tanzen zu bewegen. Scherzhaft und in mittelalterliche Kostüme gehüllt traten sie pünktlich auf die Bühne und feierten mit ihren Mietzen, Met und ihrer sehr einfachen, aber dennoch amüsanten Musik eine volle Stunde lang. Lustige Anekdoten schmückten die Musik von Feuerschwanz und durch die einfachen Textpassagen konnten selbst die schon  angeheiterten Fans mitsingen. Sehr zur Sympathie der Band hat auch beigetragen, dass sie real und bodenständig rüberkamen. Man spürte, dass es ihnen Spass und Freude bereitete das Publikum mit anrüchigen Texten zu einer gewissen Stimmung zu animieren. Ausserdem gesellte sich die Band nach ihrem Auftritt direkt an die Bar und unters Publikum. Eine fast schon familiäre Stimmung kam auf, als wären es alte Bekannte oder gar gute Freunde.

Etwas tiefgründiger wurde es dann mit Saltatio Mortis. Die Band bewies, sowohl durch ihre unterschiedlichen, teilweise beinahe poetischen Texten, als auch durch die hohe Präzision, mit welcher die verschiedenen Musikinstrumente gespielt wurden, dass sie dem energiegeladenen Schweizer-Fanvolk würdig waren. Das Konzert fing schon fantastisch an und steigerte sich im Verlauf des Abends immer weiter hoch. Der Hohepunkt wurde dann wirklich erst bei der zweiten Zugabe von Saltatio Motis erreicht.
Während des ganzen Abends herrschte eine herrliche Feierlaune, welche sich beide Bands zu Nutze machten. So entstand eine riesige Polonaise durch den ganzen Saal bis ins Freie, ein gelungener Stage-Dive, mehrere lauthals mitgebrüllte Refrains, eine rege Beteiligung als die „Mama“ auf die Bühne geholt wurde, eine komplett kniende Menge zu Ehren des Mets und für ewig guten Sex, ein paar kleine Moshpits für Tanzwütige und Hunderte von begeisterten Fans, die den Abend als besten ihres Lebens bezeichneten.
Ein weiterer Pluspunkt war die Ton- und Lichteinstellungen. Es wirkte gut aufeinander abgestimmt, schön anzuhören und anzuschauen und nicht unnötig pompös. Vorteilhaft war auch die Grösse der Location. Das Z7 war zwar gefüllt aber man hatte nicht das Gefühl eingequetscht zu sein. Man hatte von fast überall einen guten Blick zur Bühne und es gab sowohl im hinteren Bereich als auch im vorderen Bereich die Möglichkeit sich etwas zu trinken zu holen. Ach ja, für alle, die es interessiert: Alea bekam nach dem Konzert von einem begeisterten Fan doch noch den gewünschten Gin-Tonic.
Die Konzerte endeten mit beiden Bands auf der Bühne. Diese versprachen dann auch noch für die Fans Autogramme zu geben und mit ihnen beim Merchandise-Stand im hinteren Teil der Halle ein Bier zu trinken. Und fast die Hälfte der Fans blieb dann auch noch, um mit dem einen oder anderen Bandmitglied noch ein paar Worte zu wechseln.