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Es gibt Musik, die einem die Nackenhaare zu Berge stehen lässt. Musik, die tief in uns etwas auslöst. Aber nur selten schafft es ein Musikvideo, dass es uns eiskalt den Rücken hinunter läuft.

Eine dunkle, sanfte Stimme legt sich über die karge, trostlose Landschaft. Eine Mondlandschaft, still und kalt, in der jeder Schritt wie ein Donner halt und man das Herz des anderen schlagen hört. Und inmitten dieser Einöde treffen sich zwei Seelen, verkörpert durch Aline Ingold und Dimitri Stapfer. Sie umkreisen sich, doch dann wendet sich die Frau ab und er kann sie nicht mehr aufhalten. Eine Welt stürzt in sich zusammen. Ein stummer Schrei voller Wut, Verzweiflung, Angst und Schmerz. Ein stummer Schrei, der doch so ohrenbetäubend ist, dass er direkt in die Seele sticht. Der Körper reagiert; ein Schaudern und Tränen. THORNE schreiben Songs über das Leben und das Verlassenwerden ist ein Teil davon.

Nation Of Wilder Gates wiegt sich schlicht wie das Video in den düsteren Sphären. Ein reduziertes Konglomerat aus elektronischen Elementen und purer Emotion. Sängerin Nadja Vogt sagt dazu Art-Pop: «Unser Album vereint folkige, rockige, elektronisch angehauchte Songs sowie auch ganz reduzierte Piano-Songs.»

Nadja Vogt und Chris Weber beschreiten bereits seit sechs Jahren musikalisch gemeinsame Wege. Die Band THORNE entstand Anfang 2014 aus der Vorgängerprojekt The Greatest. Im letzten November veröffentlichten sie And The Lion’s Roaring From My Chest, für das der Schlagzeuger Chris Filter in die Band geholt wurde. Für die Konzerte hievt das Trio auch den Bassisten James Varghese auf die Bühne.

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Chris Weber und Nadja Vogt. Bild: zvg