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Thomas Sabottkas Roman «Tremendista» kommt in die zweite Runde. Neuaufgelegt, gekürzt, verbessert und vorallem, mit einem neuen zusätzlichen Ende versehen. Neugierig?

Manuel. Manuel ist ein Jugendlicher wie jeder andere auch. Er probiert zu überleben, so gut es für ihn möglich ist im Ostberlin vor dem Mauerfall. Nicht immer das Einfachste, doch was im Leben ist schon wirklich einfach? Die erste grosse Liebe Juliane?  Wohl kaum. Manuel wird älter und als Leser wird man mitgezogen. Man wächst mit Manuel auf. Er wird erwachsen und nichts bleibt, wie es ist. Die wilde Jugend? Die trägt man im Herzen oder man verliert sie.

Was ist der richtige Weg und was macht überhaupt einen Sinn? Ergibt überhaupt irgendetwas einen Sinn? Und wenn ja, wäre das Leben nicht viel zu einfach? Manchmal schmeisst man besser alle guten Vorsätze und Gedanken über Bord und bricht auf ins Nirgendwo. Wie das raus kommen kann? Was denn nun das Ende sei, das in der Erstauflage von 2006 nicht da war?

Lesen Sie selbst. Alles andere, macht keinen Sinn.

Tremendista erzählt nicht einfach die Geschichte vom Erwachsenwerden. Auch nicht die vom alltäglichem Leben. Es erzählt nicht die Dinge, wie sie sein sollten. Dieses Buch beinhaltet kein Zero. Dieses Buch beinhaltet 110 Prozent. 110 Prozent Leben, Geschichte und enorm viel Weisheit und können. Es handelt von einem immer wieder stauchelnden Normalo, der sich mehr oder weniger verzweifelt durch die markanten Punkte seines Lebens hangelt. Wer bisher noch nichts des Herren Sabottka gelesen hat, sollte dies nachholen und eine bessere Möglichkeit als mit diesem Roman anzufangen, gibt es wohl nicht.

Tremendista ist das erste Buch, das ich in meinem ganzen Leben zweimal gelesen habe. Wer auch immer nun also meint, er habe ja die erste Ausgabe, täuscht euch nicht! Ihr braucht diese genauso, nur bereits um des neuen Endes willen und um zu sehen, dass das Lektorat noch mehr aus diesem Buch herausgeholt hat, als ich es selbst erwartet hätte.

Thomas Sabottka, und dafür bewundere ich ihn immer wieder und auch jetzt ist es mir wieder aufgefallen, schreibt aus Leidenschaft zum Schreiben und nicht um des Geldes wegen. Er passt in keine Schublade, bedient sich aber an allen. Was nun wahr ist, von dem was er schreibt und was nicht, spielt dabei nicht einmal eine Rolle. Seine Charaktere und Szenerien wirken echt genug, dass man als Leser mitgerissen wird durch die Geschichte und das Buch erst weg legt, wenn man weiss wie es ausgeht.

Meine Empfehlung an alle: Ignoriert für einmal die Bestseller-Liste, geht in den nächsten Buchladen und bestellt dieses Buch, ihr werdet es nicht bereuen. Wagen Sie den Stierkampf Ihres Lebens!

sabottka.de

Thomas Sabottka – Tremendista
Periplaneta
ISBN: 978-3940767776
260 Seiten