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Das Quintett klingt, wie guter Whiskey schmeckt, und hat mit neuen Songs von ihrem aktuellen Album «Blues and Bliss» auch Halt in Köln in der Kultkneipe Blue Shell gemacht. Negative White war dabei.

Die 2011 gegründete Band bietet Blues Rock, der an Künstler wie The Doors oder The Black Keys erinnert und macht bei jedem Song eine kleine Zeitreise in die 60er/70er-Jahre. Dennoch bleiben The Whiskey Foundation, durch ihre eigene Interpretation von Blues Rock und die überaus kernige Stimme von Sänger Murat Kaydirma, einzigartig und im Gedächtnis.

Eine eingeschworene Fangemeinde 

Bereits kurz nachdem sich die Türen der Blue Shell öffneten, war der Laden beachtlich gefüllt. Es schien, dass sich eine eingeschworene Fangemeinde versammelt hatte, die den Musikern aus verschiedensten Teilen Deutschlands nach Köln folgten.

Somit waren die Münchner für die Meisten wohl keine Unbekannten und die Stimmung war entsprechend locker; auch bei den Musikern.

«Lasst uns die Scheisse beginnen.» Mit diesen Worten und dem Song Waterman gaben Murat Kaydirma und seine vier Mitstreiter einen zackigen Start in den Abend. Müsste man die Herren beschreiben, würde man sagen, dass sie voll im Trend der Zeit liegen aber auch irgendwie erfrischend anders und unangepasst wirken. 

Und auch das Publikum zeigte nicht das verstohlene Kopfnicken, wie man es sonst von kleinen Clubkonzerten kennt. Schon bei Funk the Boggie nahm die Ekstase ihren Lauf. Der ganze Club war in Bewegung und die zunächst zackigen Songs liessen kein Bein auf der Stelle stehen.

Es herrschte eine losgelöste, ansteckend gute Stimmung, die sich wie ein roter Faden durch den ganzen Abend ziehen sollte. 

Bild: Marco Aversano

Das richtige Mass ist entscheidend

Um das Publikum nicht zu sehr zu ermüden, damit sie noch genug Energie für den restlichen Abend hatten, wurden jedoch zwischendurch auch ruhigere Töne angeschlagen.

Bei Do you need my love und Unspoken Dreams zeigten sich die Münchner von ihrer souligen Seite und das Gesangstalent von Kaydirma wurde unter Beweis gestellt. Man konnte im Takt mitwiegen, die Augen schliessen und die Welt um sich herum vergessen.

Speziell das weibliche Publikum schien wahrlich einen Narren am Sänger mit der grossen Auswahl an Mundharmonikas und der kernigen Stimme gefressen zu haben. Dennoch steht ihm der Rest der Band, mit ihren musikalischen Qualitäten und ihrer charismatischen Ausstrahlung in nichts nach.

Klingen wie guter Whiskey schmeckt

Das Highlight war die Darbietung von Free my Mind. Ein Song mit einem Klaviersolo, von dem man so gar nicht wollte, dass es endet. Während die anderen Musiker einen kurzen Moment innehielten, schien auch das Publikum völlig gefesselt zu sein. Man hätte wohl eine Stecknadel fallen hören können.

Nach mehr als zweieinhalb Stunden und unter lauten «Whiskey Foundation»-Rufen verliessen sie nach einer Zugabe die Bühne und widmeten sich ganz ihren Fans. Eine tolle Band, die ganz natürlich auf der Bühne wirkt. Dennoch wirkte nichts von diesem Abend aufgesetzt und doch irgendwie anders. So wunderbar unangepasst.

Ja, man könnte Zeilen um Zeilen über jeden Song dieses Abends schreiben, da jeder seine persönliche Note hatte und wie die Münchner selbst das Publikum gefangen haben. Aber ich möchte an der Stelle lieber empfehlen sich selbst ein Bild von der Musik zu machen.

Wieder eine sehr authentische und ehrliche Gruppe die mich mit ihrem Live-Auftritt mitten ins Herz getroffen haben. Gerne wieder.

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