Another nightmare, and this one is even worse than the last one.“
Mit diesem Zitat kommentierte Alice Cooper sein brandneues Album Welcome 2 My Nightmare, mit welchem er aktuell unter dem Motto “No More Mr. Nice Guy” wieder auf Tournee ist. Der berühmt-berüchtigte Sänger und Showman wird auch in der Schweiz zu sehen sein, und zwar am 16. Oktober in der Eulachhalle in Winterthur.

Das neue Album, erschienen am 13. September, ist ein Sequel zu dem ersten Solo-Album von Alice Cooper, das 1975 unter dem Namen Welcome To My Nightmare veröffentlicht wurde. Vor seiner Solo-Karriere war der Schock-Rocker, der damals noch unter dem Namen Vincent Damon Furnier bekannt war, bereits 7 Jahre mit seiner Band Alice Cooper unterwegs. Nach dem ersten Hit I’m Eighteen aus dem Album Love It To Death und weiteren Erfolgen mit Killer führte erst das Album School’s Out schlussendlich zum Durchbruch. Kurze Zeit später gingen jedoch alle Bandmitglieder ihre eigenen Wege, und Alice Cooper löste sich auf.
Nach einem für ihn erfolgreich beendeten Rechtsstreit um den Bandnamen änderte Vincent seinen Namen in Alice Cooper und begann seine Karriere als Solomusiker. Fortan konzentrierte er sich nun mehr auf Konzeptalben und auf eine visuelle Bühnenshow, bei der von künstlichem Blut und Zwangsjacken bis zu Requisiten aus der Folterkammer alles zu sehen war.
Die ersten Jahre als Solosänger waren jedoch, bis auf wenige Ausnahmen, nicht sehr erfolgreich. Es ging sogar so weit, dass Cooper dem Alkoholismus verfiel, was seine Musik in den folgenden Jahren stark prägte. Bizarre Alben entstanden, unterbrochen vom dem klassischsten Album des Rockers From the Inside, welches er aufnahm, als er für kurze Zeit clean war. Erst 1984, nachdem er endgültig clean wurde, gelang ihm mit dem Hit Poison, den jeder Rocker kennen sollte, abermals weltweiter Erfolg.

Es dauerte einige Jahre, bis Cooper wieder zu seiner ursprünglichen Idee der Konzeptalben zurückfand. The Last Temptation von 1994 war das erste Album, welches wieder eine Geschichte erzählte, und die darauf folgenden Alben entstanden unter dem gleichen Konzept. Welcome 2 My Nightmare bildet da keine Ausnahme. Hier geht es – wie könnte es auch anders sein – um einen Alptraum des Hauptcharakters „Steven”, der bereits in früheren Alben auftauchte. Jedes Lied repräsentiert einen anderen Teil des Alptraums.
Cooper hat mit diesem Album zu der Musik, die er in den früher 70er Jahren gemacht hat, zurückgefunden. In eine bestimmte Stilrichtung oder Zeit lassen sich die Lieder jedoch nicht einordnen, denn Cooper und seine Co-Produzenten liessen sich von den Texten führen, ohne auf Einschränkungen eines bestimmten Genres zu achten. Aber nicht nur die Musik steht im Licht der 70er-Jahre – Cooper hat sich seine alte Band und den Produzent des Originalalbums von 1975, Bob Ezrin, wieder ins Boot geholt. Auch einige andere grosse Namen wie Rob Zombie, Mark Volman (The Turtles) und John 5 (Gitarrist, wurde bekannt als Mitglied der Band um Marilyn Manson) sind auf der CD zu hören. Das Lied What Baby Wants singt er sogar im Duett mit Ke$ha, die auch beim Text selbigen Songs mitgewirkt hat.
Alice Cooper war zwar schon am Sonisphere Festival in Basel zu sehen, dort wurden jedoch nur Klassiker des Rockers gespielt. Das Konzert dürfte jedoch auch für jene, die Cooper dieses Jahr schon zu Gesicht bekommen haben, sehenswürdig sein, denn während der Tournee werden hauptsächlich neue Lieder gespielt. Ein Muss für alle Fans von Horror-Shows ist der Abend in der Eulachhalle auf jeden Fall.
Let the nightmare return to Switzerland!

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maspe.ch

Bild: zVg (Alice Cooper)