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Es ist Montagabend in Zürich und The Lumineers aus den USA «are in town». Die lange Warteschlange vor dem Eingang des Volkshauses bestätigt: das Konzert ist komplett ausverkauft. Schon mal ein gutes Zeichen.

Gastbeitrag von Michelle Imfeld

Den rockig-psychedelischen Auftakt machen The Shelters. Die vier Jungs aus Kalifornien bilden einen krassen Gegensatz zum eher ruhigen Hauptact. Hier stehen laute Gitarren im Mittelpunkt. Doch den Leuten gefällt’s! Vor allem als der Leadsänger zum Abschluss der Show ein virtuoses Gitarrensolo zum besten gibt – Headbanging inklusive.

 

 

30 Minuten vergehen bis Fleetwood Macs The Chain den Auftritt der Lumineers ankündigt. Das Publikum klatscht, die Stimmung steigt. Dann stehen sie da: The Lumineers. Sie fangen auch gleich an mit lauten Trommeln und der volle Saal weiss bereits nach wenigen Sekunden, dass die Band ihren Hit Submarines spielt. Spätestens nach dem Lied Ho Hey hat die Band das Publikum voll im Griff.

Die Band verzichtet (bewusst) auf aufwendige Bühnendekoration. Der Song Dead Sea wird einzig durch perfekt inszeniertes, blaues Licht unterstützt. Während dem gesamten Konzert stehen die Lieder mit emotionalen Texten im Zentrum. Der Leadsänger Wesley Schultz erzählt zu einigen der Songs kleine Geschichten aus seinem Leben, so handelt etwa Charlie Boy von seinem Onkel, der in den Vietnam-Krieg gezogen ist. In Gun Song geht es um den Vater von Schultz, welcher vor zehn Jahren den Kampf gegen den Krebs verloren hat.

The Lumineers bieten ein abwechslungsreiches Programm: Mal spielen sie Cello, mal Klavier, mal Akkordeon. Eine Person aus dem Publikum wird auf die Bühne geholt und hält das Xylophon für den Schlagzeuger. Für ein paar Songs verzichten sie gänzlich auf Verstärker und Mikrofone und lassen gemütliches Hauskonzert-Feeling aufkommen – trotz mehrerer tausend Zuhörer im Saal.

Bei Ophelia stehen alle Leute auf. Auch die, die es sich bis jetzt in den Sitzplätzen des Balkons gemütlich gemacht haben. Als Grande Finale singt das gesamte Publikum mit voller Stimme das Lied Stubborn Love.

The Lumineers zeigen gekonnt wie man ohne viel Schnickschnack eine überzeugende Performance ablegt.