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Sonntagabend, kurz vor 21 Uhr. Das Werk21 in Zürich füllt sich nach und nach mit musikbegeisterten Leuten. Dass tags drauf Montag ist, scheint niemanden zu interessieren. Die Vorzeichen für einen gelungenen Wochenabschluss stehen gut.

Kabuki Joe haben sich erst im Juni 2017 formiert und stehen zum ersten Mal auf einer Bühne. Es ist nicht das kleinste bisschen Nervosität zu spüren. Sie brennen darauf, loszulegen. Einzig an der Performance merkt man, dass sie noch wenig bis gar nicht vor Publikum aufgetreten sind. Siro und Raoul könnten mit Gitarre und Bass noch eine Schippe drauflegen.

Das tut der Stimmung aber überhaupt keinen Abbruch, denn sowohl Kevin an den Drums als auch Manuel gleichen das wieder aus. Er tigert zwar noch etwas oft von einer Bühnenseite zur anderen, aber springt auch umher und legt sehr viel Kraft und Ausdruck in seine Stimme.

Kabuki Joe

Energiegeladener Jump – Manuel von Kabuki Joe. Bild: Michelle Brügger

Während des Umbaus leert sich das Werk. Die Leute holen sich nochmal etwas zu trinken und gehen an die frische Luft. Nach und nach strömen sie wieder in den Raum und warten darauf, dass The Flatliners loslegen.

Die Kanadier haben die Band vor 15 Jahren gegründet und inzwischen schon fünf Studioalben veröffentlicht. Gleich von Anfang an haben sie die volle Aufmerksamkeit des Publikums. Sie gehen genauso ab wie ihr Opener, wirken insgesamt aber doch etwas weniger unter Strom.

The Flatliners setzen das Publikum unter Strom. Bild: Michelle Brügger

Die Energie der routinierten Kanadier überträgt sich auf das Publikum. Der Raum ist bis zur hintersten Ecke ausgefüllt – und trotzdem ist noch genug Platz vorhanden, damit die Hälfte der Leute sich in einem Moshpit austoben können.

Generell ist Musikgeschmack nicht an ein Alter gebunden. Allerdings behaupte ich ohne rot zu werden, dass man irgendwann die Vorzüge der Sitzplätze entdeckt. Dies scheint bei Punk Rock aber definitiv nicht so zu sein. Da mosht man auch noch als älterer Herr mit einem breiten Grinsen mit. Den Satz: «Für Punk Rock ist man nie zu alt» würde ich nach diesem Abend ohne nachzudenken unterschreiben.

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