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Die schwedische Post-Punk-Band The Exploding Boy veröffentlichen ihr viertes Album mit dem schlichten Titel «Four». Dabei übertrumpfen die Musiker locker ihr letztes Werk.

The Exploding Boy - Four

The Exploding Boy werden als Nachwuchshoffnung in Sachen Post Punk, Dark und New Wave gehandelt. Ihre Songs verbinden eine Hommage an die 1980er-Jahre und moderne Einflüsse aus dem Indie-Rock, alles schön in zerrende Melodien gepackt. 2011 veröffentlichten die Schweden The Black Album, das zwar solide war, sich jedoch niemals mit dem zweiten Longplayer Afterglow messen konnte. Dementsprechend gespannt wird nun das bereits vierte Album seit der Gründung vor rund sieben Jahren erwartet.

Gitarrenlastig ist der Einstieg ins Album und das ist gut so. Cracked – Reasons ist ein wunderschönes Stück Rock mit dem nötigen Schuss 80er-Melancholie. Nach diesem Einstieg ist man nicht nur warm gelaufen, sondern der ertanzte Schweiss steht bereits auf der Stirn. Danach wird es düster und der Synthesizer zirpt die Melodie zu Street Clinch. Grollend steigt dann die E-Gitarre voll mit ein. Schon jetzt wird klar, dass die explodierenden Jungs aufgekratzter sind als je zuvor.
Going to Hell nimmt dann den Fuss etwas vom Gas. Dafür ist Dark City Pt. II wohl der grossartigste Song des Albums. Ein zum Verwechseln ähnliches Intro wie in Lucretia, My Reflection von den Sisters of Mercy, nur deutlich schneller, führt uns in die düstere Stadt. Darauf setzt die sphärische Melodie ein. Im Refrain klagen die Musiker lautstark. But it’s too late now! Dieser Song vermag ein Live-Knaller zu werden wie es schon Let The Right One In oder Desperados geworden sind.
Nahtlos geht Dark City Pt. II in Runaways über. Die akustische Gitarre präsent, die leidende Stimme von Johan Sjöblom hallt durch die dunkle Leere. Auch ruhige Töne werden angeschlagen.

Four besticht durch eine viel bessere Tonqualität als seine Vorgänger. Das ist wohl mit ein Grund, weshalb sich das Album so druckvoll und intensiv anhört. Die Exploding Boys breiten ausgefeilte Arrangements aus. Manchmal geben sie sich nachdenklich, doch meist sind sie rau, direkt, tanzbar und mitreissend. Dieses Album sollte man sich unbedingt anhören!

Release
18. Oktober 2013

Label
Drakkar

Tracklist
01. Cracked – Reasons [04:00] 02. Street Cliché [04:21] 03. GoingT o Hell [03:09] 04.Dark City Pt. II [04:24] 05. Runaways [04:58] 06. Awful [02:43] 07. Shadows [04:20] 08. Always [03:09] 09. Get It Out [03:34] 10. Scared To Death [04:26]

Line-Up
Johan (Vocals, Acoustic Guitar), Stefan (Vocals, E-Guitar), Les (Lead Guitar), Nick (Keyboards)