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Am 9. Juli 2012 gastiert eine lebende Legende der Rockmusik im Zürcher Stadion Letzigrund. Mit dem Album „Born The Run“ schaffte Bruce Springsteen 1975 den Durchbruch. Nun kehrt er mit der legendären E Street Band zurück.

jt.Bruce Springsteen stammt aus ärmlichen Arbeiterverhältnissen, wuchs in Freehold, New Jersey in einer religiösen Familie auf und passte von Beginn weg nicht ins Bild. Früh erstarkte seine Begeisterung für die Musik. Die Rockhelden der 60er-Jahre beeinflussten ihn: Beatles, Rolling Stones und Bob Dylan. Letzteren bewunderte er vor allem wegen seiner poetischen Ausdrucksweise. So eiferte er Dylan stets nach, entwickelte mit der Zeit doch seine ganz eigene Ausdrucksweise, die nicht immer richtig verstanden wird.
Prominentestes Beispiel bei den Missverständnissen bleibt sein Song Born In The U.S.A., der immer wieder als patriotische Hynme auf sein Heimatland interpretiert wird. Sogar der republikanische Präsident Ronald Reagan verwendete das Lied in seiner Wahlkampagne. Springsteen bereitete dem Treiben jedoch schnell ein Ende, denn eigentlich handelt der Song von einem desillusionierten US-Soldaten, der sich nach dem Vietnam-Krieg nicht mehr in die Gesellschaft einpassen kann.
Es sind diese Alltagshelden, die die Bewunderung und Begeisterung um den Musiker ausmachen. Er hebt sie aus der Menge und zeigt an ihnen gesellschaftliche Missstände auf. Partei ergreift er dennoch äusserst selten. Springsteen ist ein Troubadour der „working class“; und das, obwohl er erst einen Job in seinem Leben – nämlich als Gärtner – hatte.
Seiner Glaubwürdigkeit schadet dieser Umstand nicht. Gerade seine präzise Beobachtung der Menschen und die Art, wie er sie musikalisch ausdrückt, haben ihn zu einem der erfolgreichsten Rockmusiker der Geschichte gemacht. 60 Millionen Alben verkaufte er allein in den Vereinigten Staaten und gewann einen Oscar für den Song Streets of Philadelphia.
Auch wenn Springsteen immer wieder gemässigtere Töne anschlug, ist er es doch, der den Begriff „Stadionrock“ prägte. Noch immer fasziniert diese gewaltige Wucht in der Musik, gerade den Songs vom Album Born In The U.S.A. Die kraftvollen Auftritte inspirierten andere grosse Bands wie U2 enorm. Es ist ein Gemeinschaftserlebnis wie kein zweites. Eine seelische Reinigung.

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