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Ein Ornithologe, der eine Band gründet und sie nach einem Vogel benennt. Sowas gibt’s? Natürlich! Und am 7. Mai sind sie im Fri-son zu sehen. Die Rede ist von der texanischen Band Shearwater. Meister in der Kunst Natur in Musik zu verpacken.

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Shearwater kommen nach Fribourg (Foto: zvg)

Wenn man eine neue Scheibe das erste Mal anhören will, genüsslich das Plastik von der Hülle klaubt und sie in den uralten CD-Player schiebt, dann kann es sein, dass man einen Blick über die Titel der Songs schweifen lässt, um zu sehen ob man womöglich etwas davon kennt. Wirft man einen Blick auf die Rückseite des neuesten Shearwater Albums Fellow Travelers, wird man stutzig. Spätestens nach dem dritten Song dürften sich einige fragen: Ist Hurts like Heaven nicht ein Song von Coldplay? Könnte ja theoretisch auch ein Zufall sein, immerhin gibt es tausende Songs, die irgendwas mit Heaven heissen. Zufälle gibts nicht heisst es. Auch hier nicht. Beim Anhören wird schnell klar, dass es sich tatsächlich um ein Cover des bekannten Coldplay-Hits handelt; wenn auch um ein sehr raffiniertes im typischen Shearwater Stil.

Sieht man genauer hin, kann man herausfinden, dass es sich bei den meisten Songs auf dem Album um Covers handelt und zwar von Bands, mit denen Shearwater einmal auf Tournee war. So bekommt der Albumtitel gleich viel mehr Bedeutung: Es handelt sich um eine Hommage an ihre Reisejahre. Dank ihrem ganz eigenen Stil wirken die Covers durchaus eigenständig. Das Album wartet mit überraschenden Wendungen auf.

Ihren eigenen Stil, den bekommt man auf dem vorletzten Album Animal Joy ganz besonders schön zu hören. Eingängige Musik, die trotzdem eine tiefe Schwere mit sich bringt. Das Album verbindet die Urtümlichkeit der Natur mit dem Sinn für das Leichte und Schöne, der dem Menschen zu eigen ist.
Wenn einem gesagt wird, dass Jonathan Meiburg, der Frontman der Band, Ornithologie studiert hat, fällt das ganz leicht zu glauben. Wer einen Teil der Natur so eingehend beobachtet hat, der hat auch eine gute Begründung dafür, warum es ihm so gut gelingt, diese musikalisch darzustellen. Wenn irgendjemand nun glaubt, es würde sich bei Animal Joy um ein ruhiges Album handeln, der hat sich gehörig verschätzt. Der Musik liegt eine Energie und Wildheit zu Grunde, die sich gut mit tiefen, dunklen Wäldern und reissenden Flüssen messen kann. Bei solchem Material darf man einen grossartigen Auftritt erwarten!

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