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Dieses Jahr konnte man sich vor einem kaum retten und ich meine dabei nicht das royal Baby. Die Rede ist von Dip Dye Hair, jawohl liebe Leute. Einige werden nun angenervt die Augenbrauen heben, andere nur Bahnhof verstehen. Beides wird dieser Artikel hoffentlich ändern.

(Foto: http://thatsonlytrash.blogspot.ch/2012/08/i-came-here-to-dance-not-to-socialize.html)

Bild: thatsonlytrash.blogspot.ch

Dip Dye Hair kann als «in Farbe getunktes Haar» übersetzt werden. Dementsprechend werden nur die Haarspitzen in einer anderen Farbe gefärbt. Das ist aber noch lange nicht alles. Diese scheinbar einfache und vielleicht etwas gewöhnungsbedürftige Frisur, ist nämlich vielfältiger als gedacht.

Das Dip Dye Hair ist die neue Dauerwelle, kaum eine Schauspielerin wurde, vor allem im Sommer 2013, nicht gedippt. Die meisten Sternchen setzten auf einen Blondton, zwei oder drei Stufen heller als die eigene Mähne. Gefärbt, oder wohl eher gebleicht, werden fünf bis zehn Zentimeter, danach läuft die Farbe in den eigenen Ton aus. Das sollte er zumindest. Sehr scharfe Kanten können zwar tatsächlich sehr stark aussehen, sollten aber dem Profi überlassen werden und vor allem mit Selbstbewusstsein getragen werden.

Wie die Strähnchen (die ich bis auf wenige Ausnahmen bis heute nicht mag), soll dieser Look sommerlich frisch sein. Von der Sonne geküsst. Oben dunkler als unten sieht bei vielen super aus und mit einem schönen Verlauf wirkt das Ganze sehr natürlich. Mutiger wird es mit bereits gefärbtem Haar. Dunkelrot wird an den Spitzen leicht orange getönt. Das kann echt genial aussehen, vor allem bei leicht gewelltem Haar! Allgemein kommt der Dip Dye-Look bei langem Haar schöner zur Geltung. In diesem Trend steckt aber noch sehr viel mehr.

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Achtung, Achtung! Exzentriker und Verrückte aufgepasst: Mit Dip Dye lässt sich fast jede Farbe einarbeiten. Was heisst da Farbe: Farben! Nicki Minaj machts vor (Entschuldigung, aber zumindest ihre Perücken sind ja wohl genial!): Auf Platinblond knallt sie einfach mal alles, was der Farbtopf hergibt. Langweilig erscheint sie fast schon mit braven rosa Spitzen, frech wirkt Froschgrün und richtig abgefahren wirds mit blau-rosa-grün-violett-orangen Streifen. Im Pferdeschwanz kommt der Kontrast von Haaransatz und Spitzen toll zu Geltung, im Zopf wirkt der Verlauf besonders spannend und offenem Haar können die farbigen Haarenden einen fliessenden Übergang zu Kleidung schaffen oder aber einen weiteren Farbakzent setzen. Bei extremen Farben kann man gut auch klare Linien ziehen und gar keinen Verlauf machen. So wirkt das Haar wie eine Zwischenstufe zur Kleidung, das kann sehr interessant wirken. Zudem sehen gerade die tollen Pastellfarben mit Verlauf schnell ungepflegt aus, da sie auch sehr schnell ausbleichen. Klingt nach Streetparade findet meine Mutter, kann echt heiss aussehen, finde ich. Was feststeht: Dieser Look braucht Mut und ist ganz bestimmt ein Eye-catcher.

Die Gefahr bei sehr aufwändigen Färbungen ist wohl, dass der Look so extrem ist, dass er einem schnell verleiden kann. Nicki benutzt ja nicht ohne Grund Perücken. Ausserdem werden die Haare durch die Bleichungen und/oder Färbungen stark strapaziert. Also ich bleibe bei Rot-Orange und freue mich auf einen vielleicht etwas farbigeren Herbst. Let’s dip!

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Bild: stylestealing.blogspot.ch