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Wo jetzt noch Funken fliegen, glühen bald Gitarrensaiten. Wo jetzt noch Staub in der Luft hängt, flackern bald die Lichter durch den Nebel. Zürich ist um einen Kellerclub reicher. Wir wissen, was der neue Komplex Klub zu bieten hat und haben Impressionen von der Baustelle.

Artikel 2013-03-15 - Komplex Klub - Artikelbild 

jt. Als bekannt wurde, dass die Komplex-Betreiber das im Keller des Gebäudes liegende Etablissement Dollhouse übernehmen und in einen Club verwandeln werden, machte schnell ein Begriff die Runde: abart 2.0.
Stefanie Gubser, verantwortlich für den Komplex Klub, dementiert. Es stimmt zwar, dass ein Teil des Barpersonals vom abart in Zukunft Bier zapfen und Drinks mixen werden. Auch, dass man dem legendären Musik Club an der Manessestrasse mit regelmässigen Parties huldigt. Trotzdem wird bewusst abgegrenzt. Zu schwer wiegt das Vermächtnis. Die Nähe zum abart kommt aber nicht von ungefähr. Der neue Zusammenschluss mehrerer Personen – auch Christian Gremlmeyer vom abart ist dabei – unter der Flagge Mainland Music ist für das Booking der Bands verantwortlich. Das garantiert schweisstreibende Konzerte im passenden Ambiente.

Atmosphärisch wird das Kellergewölbe mit Sicherheit werden. Trotz nötiger Umbauten an Bühne und Bar wird das Las Vegas-Feeling des Dollhouse beibehalten. Die runden Tische in den gemütlichen Nischen, in denen früher leicht bekleidete Damen mit den Hintern wackelten, bleiben stehen. Die Backstage-Räume für die Bands machen etwas her. Die Farbe Rot ist omnipräsent, widerspiegelt sich im Auftritt des Clubs. Schick sind die Details wie kleine Schnitzerein (siehe Bildstrecke). Noch ist es eine Baustelle, doch es fällt nicht schwer, sich eine heisse Party oder ein Konzertpublikum ausser Rand und Band in den Raum zu denken. Stefanie Gubsers Stimme ist voller Vorfreude. Besonders gefällt ihr der Eingang, aber wir möchten an dieser Stelle nicht die Überraschung verderben.

Neben den Konzerten, die den Rockbereich forcieren, finden auch Parties statt. Vorerst werden lediglich an Samstagen die Katakomben-Sausen steigen. Diese richten sich dann eher an elektronische Klänge an. Nein, der Komplex Klub ist kein weiteres Schickimicki-House-Lokal. Es werden aus dem enorm breiten Feld der elektronischen Musik vor allem weniger bekannte Strömungen wie Trap durch die Boxen gejagt.
Ein weiterer Kellerclub mit Rock, Indie und elektronische Sounds? Braucht Zürich das? Es spielt keine Rolle, was Zürich braucht. Viel wichtiger ist der Spielraum, den Mainland Music und das Komplex so bekommen. Läuft ein Konzert nicht so gut, wie geplant, kann man problemlos in den Keller wechseln. Umgekehrt kann man die Kapazität für einen Event auch vergrössern. Zudem punktet der neue Feiertempel mit einem breiten, vielseitigen Programm. Bei gewissen Veranstaltungen wird der Klub für eine Afterparty genutzt werden. Grössere Events wie etwa das Loudfest erstrecken sich gar über beide Venues.
Sie seinen bemüht, die Preise sowohl für den Eintritt als auch die Getränke möglichst tief zu halten, erklärt Gubser, als sie auf die Gretchenfrage im Nachtleben angesprochen wird. Gratis ist nichts, aber man möchte sich im vernünftigen Rahmen bewegen.

Man darf gespannt sein, wie sich der Komplex Klub entwickeln wird. Dank den starken Marken Komplex 457, welches sich als einer der besten Konzerthallen in Zürich erwiesen hat, und Mainland Music als Booking-Partner im Rücken steht einer feierwütigen und glanzvollen Zukunft nichts im Weg.
Das erste Mal öffnet der Komplex Klub – lustigerweise gleich mit einem abart-Tribut – am Samstag, 6. April 2013 seine Tore. Einen Tag darauf spielt mit den Hardcore-Punks Silverstein die erste Band auf. Weitere Konzerte finden sich auf der Website des Komplex 457.

Verlosung

Negative White hat 1×2 Tickets für die erste Party am 6. April 2013 im Komplex Klub für dich. Kommentiere einfach diesen Artikel und verrate uns bis am 24. März 2013, welches dein bestes Erlebnis im abart oder Komplex 457 war. Achtung, verwende eine gültige Mail-Adresse, sonst können wir dich nicht kontaktieren.

Fotos: Janosch Tröhler