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Am diesjährigen Stars of Sounds in Aarberg gab es am Freitag viele kreischende Mädels und ein paar hübsche Rockabilly-Outfits.

Wenn der Einlass am Stars of Sounds etwas schneller voran gegangen wäre, hätten wir den ersten Act Nemo auch noch geniessen können. So konnten wir nur noch die letzten drei Stücke sehen. Ich war vor allem überrascht, wie jung der Bursche aussieht bzw. ja auch ist. Ansonsten war Nemo zusammen mit dem ersten Drink und einem Burger ein guter Einstieg.

Sexuelle Bodypercussion von echten Rampensäuen

Der nächste Act Dabu Fantastic machte echt Laune. Die Musiker gaben auf der Bühne Vollgas und vor allem der Sänger und DJ sind richtige Rampensäue. Sie polierten das Klischee der arroganten Zürcher mit ihrem mega sympathischen und musikalisch übrigens auch genialen Auftritt auf, indem sie mehrmals auf eine charmante Weise erwähnten, dass sie aus dem Züri Oberland stammen. So bewegte sich David Bucher durch die Menge und trank ganz frech geschwind einen Schluck aus einem Becher eines Zuschauers: «Sorry gäll». Sehr cool war auch die sogenannte sexuelle Bodypercussion: DJ Arts setze sich hin und klopfte sich während eines Songs mit den Händen auf die Knie.

Bastian Baker – You can leave your hat on

Beim dritten Act war es definitiv Zeit, Ohrenstöpsel zu montieren. Als Bastian Baker auf die Bühne trat, ging das Gekreische los. Ok, der Typ sieht schon verdammt gut aus und er weiss definitiv, wie er damit spielen muss.

Charmant setze er seinen französischen Akzent ein und spricht aber dann doch wieder astreines Schweizerdeutsch. Als er meinte, dass er seinen Hut schon noch abziehen würde, weil ja anscheinend alle seine Haare so geil fänden, war das Gekreische schon gleich gross, wie als er ihn dann wirklich ablegte und die erste Reihe durch seine Haare wuscheln konnte.

Das Ganze wurde zum Schluss noch getoppt, als er seinen Body oben ohne präsentierte. Echt gut, der Mann, und singen sowie Gitarre spielen kann er dazu ebenfalls saugut. Jetzt hat die Stimme, die ich bislang im Radio doch ganz gerne hörte, endlich ein Gesicht und zwar ein Schönes.

Rock ’n‘ Roll haut rein

Mit The Baseballs verlor sich dann (zum Glück) meine Euphorie, zum Bastian Baker Groupie zu mutieren. Denn Rock’n’Roll sowie Hard’n’Heavy ist halt doch geiler. Die Deutschen machten eine super gute Stimmung und spielten souverän ihre Coversongs. Vor allem der Klavierspieler und Saxophonist waren instrumental top und die Sänger sowieso. Showmässig die Spitze bildete der Part, als sie ein paar Mädels auf die Bühne holen wollten mit den Worten: «Ein paar Securitys sollen ein paar Girls auf die Bühne bringen. Hallo?! Keine Securitys hier? Ok, ihr könnt euch also nun die Köpfe einschlagen! Hallo? Wie brauchen Mädels! He, du da siehst stark aus, kannst nicht vier Stück auf die Bühne schmeissen?» Natürlich bekamen sie, was sie wollten und die an die Duzend Mädels hatten wie das restliche Publikum Spass an der Show.

Die lange Anreise hat sich doch sehr gelohnt. Das Wetter spielte wunderbar mit und so konnte man einen wunderschönen Sternenhimmel über der Innenstadt von Aarberg bewundern und die langanhaltende Wärme mit guter Musik und bester Unterhaltung geniessen.