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Die Piazza Grande in Locarno war auch in diesem Jahr Schauplatz grossartiger Konzerte von nationalen und internationalen Stars wie Gotthard oder Billy Idol. Auch gelegentliches Wetterpech konnte die gute Stimmung am Moon and Stars Festival nicht verderben.

Trotz dessen, dass das Wetter es am Freitagabend kein Erbarmen mit den vielen Besuchern an der Piazza Grande hatte, war das Doppelkonzert von Billy Idol und Status Quo gut besucht. Leider war die Bühne viel zu hoch, sodass kleine Leute, wenn überhaupt, gerade noch die zwei Hauptpersonen der Band wahrnehmen konnten, allerdings auch nur sehr knapp. Erst ab Reihe vier war ersichtlich, dass dort oben auf der Bühne eine ganze Band stand und spielte.

Status Quo und Billy Idol rockten jeweils gute 70 Minuten auf der Bühne und trotzten mit den Publikum den apokalyptischen Regenfällen. Beide Acts lieferten eine solide und geniale Show ab.

Am Samstagabend überraschten Gotthard mit einer einmaligen Show und ihrem neuen Frontmann Nic Maeder das Publikum in Locarno. Es war ein schönes und auch emotionales Konzert. One Life One Soul so wie Heaven waren an diesem Abend dem tragisch verstorbenen Steve Lee gewidmet. Die Songs wurden von einer kleine Slideshow mit Fotos auf der Leinwand begleitet. Doch dies war längst nicht alles, was Gotthard zu bieten hatte. Im Verlaufe der Show trat auch noch ein Kinderchor bei der Performance von Love Soul Matter auf.
Nic Maeder machte einen sympathischen, aber ebenso einen professionellen Eindruck und überzeugte mit jedem Song, den er vortrug. Auch die Stücke von der aktuellen Platte Firebird fügten sich nahtlos an die alten Gotthard Klassiker. “Der Neue” wurde herzlich vom Schweizer Publikum empfangen – einem weiteren Kapitel in der Erfolgsgeschichte von Gotthard dürfte demnach nichts im Weg stehen.

Das Festivalgelände war mit dem ÖV gut erreichbar. Allerdings verkehrten manche Busse am Festivaltag nicht durch alle Gebiete. So war es teilweise nur mit der Bergbahn möglich zum Hotel zu kommen, wenn man keines in der Stadt mehr gefunden hatte.

Die Preise für komplett 70 Minuten Spielzeit pro Band müssten angepasst werden. Dennoch hatte man einen exklusiven Blick an der Piazza Grande. Sanitäre Anlagen waren ausreichend vorhanden und auch die Getränkepreise an den verschiedenen Bars waren in Ordnung. Selbst das Essen war bezahlbar, wobei die Verköstigung in den diversen Restaurants das Budget der Festivalbesucher sicher stärker belastete als die Foodstände, welche die Piazza Grande sonst noch bereicherten.
Das Moon and Stars ist sicherlich nicht das preisgünstigstes Festival der Schweiz, dafür eines mit der mitunter schönsten Kulisse und wer eine gewisse Exklusivität schätzt, der ist mit einem Besuch in Locarno sicherlich gut beraten.