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In sieben Songs konzentrieren Silhouette Tales ihren schwebenden Pop-Rock. «Traces» ist kühl wie der Herbstwind, karg wie die skandinavische Landschaft, die Sängerin Irene Würsch so fasziniert.

Silhouette Tales - Traces

jt. Es ist dem Förderpreis «Tankstelle Musik» zu verdanken, dass wir dieses kleine Album nun in Händen halten können. Produziert von Luk Zimmermann (Lunik, Anna Kaenzig) und Cedric Habermacher (Made in Mind, Huck Finn), finden sich reine Essenzen des Sounds von Silhouette Tales auf dem Album. Sanft hinterlassen die feinen Gitarrenklänge von I Am Here erste Spuren. Die Instrumente rollen einen rustikalen Teppich im endlos scheinenden Raum aus, darauf steht die omnipräsente und kühle Stimme von Irene Würsch:

«Wake up, come back. Don’t leave me here on my own. On my own.»

Dass Silhouette Tales auch aufbrausen können, demonstrieren sie eindrucksvoll in Empty Buildings. Vor einem beginnen sich die Gebäude in die Höhe zu recken, untermalen von einem prägnanten Riff und treibenden Drums. Und jetzt ist die Sängerin am Zug:

«Please, forgive me that I will let you go.»

Alleine durch diese zwei Songzeilen zeigt sich, worum es in Traces geht. Es sind die Spuren der Beziehungen, die im Leben hinterlassen werden. Erinnerungen, die prägten. Deshalb bleiben die Songs der Band nahe am Menschen, man fühlt die Emotionen ohne auf die Texte zu achten.
Und mit einem grossartigen They Will Listen schliesst sich das Album. Ein sich unweigerlich steigendernder und repetitiver Tanz. Tieftraurig. Eine Trance zum Abschied geben uns Silhouette Tales mit auf den Weg. Es ist der eindrücklichste Song des ganzen kurzen Albums. Gewaltig im Aufbau und es könnte ewig so weiter gehen.

Release
4. Oktober 2013

Label
HRP Records

Tracklist
1. Here I Am
2. Once
3. Traces
4. Temptation
5. Empty Buildings
6. Jukebox
7. They Will Listen

Line-Up
Irene Würsch – Stimme, Gitarre
Martin Müller – Cello
Timo Zemp – Bass
Sandra Strugalla – Drums
Daniel Cabalzar – Gitarre
Michi Abt – Gitarre