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Amber Run und Frontmann des Supporting Acts Flyte spielten am Montag im Zürcher Papiersaal in ungewohntem Setup.

Es ist schön zu sehen, dass Veranstalter und Bands alles tun, was in ihrer Macht steht, um ein Konzert trotz allen Widrigkeiten durchführen zu können. Eine Stunde später als ursprünglich geplant öffneten sich die Türen zum Papiersaal: Der Nightliner des Supporting Acts Flyte war auf einer deutschen Autobahn liegengeblieben. Deswegen nicht zu performen war für sie jedoch keine Option. Frontmann Will Taylor schnappte sich seine Gitarre und fuhr allein weiter nach Zürich.

«Our nightliner broke down on a highway in Germany in the middle of nowhere…»

Als er auf die Bühne trat und sagte, er sei noch nie ohne Band aufgetreten, sei ziemlich nervös und wisse eigentlich nicht genau, was er jetzt tun solle, fing ihn das Zürcher Publikum sofort auf mit positiven Zurufen auf. Er hatte sich eine kleine Setlist zusammengestellt, die nur mit Gitarrenbegleitung funktionieren sollten. Und wie sie funktionierten – das spezielle Geschenk, das er uns damit machte, wurde in diesen 20 Minuten mit viel Applaus belohnt.

Selbst ein Wunsch aus dem Publikum wurde erfüllt, obwohl er sichtlich nicht wusste, ob er den überhaupt alleine spielen kann. Er hat ein paar Mal angesetzt um die richtige Tonlage zu finden und wir kamen für einen weiteren Song in den unglaublich speziellen und einmaligen Genuss von sanften Balladen, die er ohne Band an seiner Seite spielte. 

Fertig gekuschelt, jetzt wird als Alternative gerockt

Im Anschluss performte die britische Band Amber Run und holte das Publikum gekonnt aus der Kuschelzone, in der es sich vorhin schon fast andächtig eingelullt hatte. Sie spielten unter anderem auch Songs von ihrem dritten Album For a Moment, I was lost, das sie im Februar dieses Jahres herausbrachen. Mit viel Energie, Charme und melodiösem Alternative Indie-Rock begeisterten sie das Publikum und rundeten diesen Abend perfekt ab.