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Ein volles Kaufleuten und eine schwach beleuchtete Bühne. Beste Voraussetzungen für Alex Hepburn, deren Show dann doch so ganz anders als erwartet über die Bühne ging.

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Die Erwartungen an Alex Hepburn, die an diesem Abend das Kaufleuten in einen Soul-Tempel verwandeln sollte, waren gross. Es war der erste Halt ihrer Tour We Butter The Bread With Butter. Ein gelungener Auftakt wie wir finden. Der Hit Under welcher im Radio rauf und runter gespielt wurde, war natürlich das Objekt der Begierde, dem das Publikum entgegen fieberte.
Die Band, die Hepburn begleitete, stimmte sehr rockig in den Abend ein. Als Alex die Bühne betrat, brach der Saal in Jubel aus. Ihre Stimme war wie in den bereits auf Youtube oder im Radio gehörten Songs sehr rauchig. Faszinierend, kann man sagen, denn die Facetten die diese Stimme hat, sind gewaltig.

Miss Hepburn merkte gleich am Anfang an, dass sie erkältet sei. Vielleicht hat gerade diese Heiserkeit die Songs noch mehr unterstrichen. Das Publikum war begeistert, machte dies mit lautem Schreien und Klatschen auch bemerkbar. Als dann endlich der lang ersehnte und wohl einzige Titel Under an der Reihe war, den das Publikum lückenlos mitsingen konnte, war die Stimmung auf dem Höhepunkt angelangt. Es waren hauptsächlich die Frauen, die den hohen Tönen Folge leisten konnten. Die Männer brummten etwas leiser, aber doch vernehmbar mit.

Trotz der grösstenteils langsameren Songs kam keine Langeweile auf. Alex Hepburn schaffte es, allein durch ihre Stimmgewalt die Zuhörer zu fesseln. Die Flasche «Apfelsaft», die auf der Bühne stand, konnte dann aus der Nähe betrachtet auch als hochprozentiges Helferlein identifiziert werden – ob es geholfen hat? Man weiss es nicht. Es ist aber auch völlig egal, denn die Leistung, die sie und ihre Band gebracht haben war kaum zu toppen. Insgesamt war das Konzert wider Erwarten sehr rockig. Dies ist der Band zuzuschreiben, die jeden Ton gelebt hat. Das Licht hat gestimmt, der Sound war für die Verhältnisse im Kaufleuten sehr gut.