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Die Sonne scheint, die Vögel pfeifen, die Kinder schreien – es ist Sommer! Und was machen wir? Wir sonnen uns in der Hitze, kühlen uns im Wasser ab und geniessen die Wärme mit unseren Liebsten oder alleine. Und der Abfall sammelt sich auf der Wiese.

Jeder liebt den Sommer. Oder kennt ihr Leute die sagen: «Oh nein, die Sonne scheint und es ist heiss»? Eher weniger. Die Vorteile nebst des warmen Wetters sind, weniger Kleiderschichten zu tragen, längere Tage, mehr Lebensfreude, im See schwimmen, Fahrrad fahren ohne zu frieren, auf der Limmat mit der Luftmatratze treiben oder grillieren. Was gibt es Schöneres als draussen zu essen? Sich einen Happen auf der Wiese am See zu gönnen ist nie verkehrt.

Aber wohin mit dem Abfall? Logisch, ihr würdet jetzt alle sagen in den Abfalleimer. Leider ist das nicht so logisch, wie es sich anhört.

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Abfall am Summer Breeze Openair (Foto: Nicola Tröhler)

In der Schweiz geniessen wir ein hervorragendes Entsorgungssystem. Der Kehricht wird ordnungsgemäss verbrannt, PET-Flaschen recycelt, Batterien gesammelt, Sondermüll fachgemäss entsorgt – wir sind also rundum professionell betreut. Dennoch scheint es mir, kümmert es die meisten Menschen nicht. Wenn kein Abfalleimer zur Hand steht, wird das Eiscrème-Papier einfach auf den Boden geworfen. Ist ja nicht schlimm, es ist so klein und fällt nicht auf. Flaschen und Plastikbehälter in den See werfen? Klar, merkt ja niemand! Littering scheint cool zu sein, Rücksicht nehmen und das Grund-ABC des Entsorgens nicht.

Ich kann dies absolut nicht nachvollziehen ist es so schwer seinen Müll in einen Eimer zu werfen? Ist es so schwer seinen Abfall wieder mit nach Hause zu nehmen, wenn kein Eimer zur Verfügung steht? Ist es wirklich so schwer? Scheinbar schon! Wenn die Litterer aber eine herrliche Wiese voll gepflastert mit Abfall vorfinden, mein Gott, können sie sich daran aufregen: «Die Putzmänner haben ihren Job nicht gemacht – was soll der Scheiss?!»

Mit solchen Aussagen entsteht der Eindruck, dass die Menschen pure Egoisten sind, welche nur das tun, was ihnen auch was bringt. Wenn ich fremden Abfall aufhebe und entsorge, werde ich immer schräg angeschaut. «Was? Die nimmt fremden Abfall mit? Spinnt die?!» – Nein, sie spinnt nicht, sie nervt sich nur ab den rücksichtslosen Mitmenschen!

Der Grundgedanke zur Abfallentsorgung bekommt man, meistens, von Zuhause übermittelt. Daher wollte ich der Sache auf den Grund gehen und befragte 60 Schüler der Oberstufe Kilchberg. Das Ergebnis zeigt auf, dass fast alle Schüler (93,3%) ihren Abfall entsorgen. Einige finden, dass jemand anders für ihren Abfall verantwortlich ist. Details dazu findet ihr untenstehend:

Auswertung der Umfrage

Leute da draussen gebt euch einen Tritt, macht mit und werft euren Abfall nicht unnötig in die Landschaft. Denn dort kann er eine Gefahr für Tier und Natur sein.  All jene, die mich jetzt beschimpfen wollen à la «im Ausland hat es überall Müll auf den Strassen, im Meer und überhaupt ist es dort viel schlimmer!»  Ich weiss. Aber wollen wir nicht zuerst unser System korrekt nutzen und unseren Lebensraum nicht unnötig beschmutzen? Wer sich im Ausland aufregt und im Heimatland nichts dafür tut, ist, wie man so schön sagt, ein Narr.