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Nach dem unterhaltsam Exkurs in den Punk beim Songcircle Zürich im März stand die April Ausgabe wieder voll im Zeichen der traditionellen Singer/Songwriter-Kunst. Dafür, dass der Spassfaktor dennoch hoch blieb, sorgten Bob Spring, Ella Ronen und Mark Kelly.

Mark Kelly & Ella Ronen (Foto: Sacha Saxer)

Mark Kelly & Ella Ronen (Foto: Sacha Saxer)

Über Zürcher Dark Country Musiker Bob Spring müsste man eigentlich keine Worte mehr verlieren. Ob Solo oder zusammen mit The Calling Sirens, seine unverkennbare Stimme transportiert seine Songtexte in jedem Fall in die Ohren des Publikums. Bei Bob treffen eingängige Melodien auf tiefgreifende Texte, verschmelzen in Lieder, die zum Mitsingen anreizen, und berühren das Innerste eines willigen Zuhörers.

Wie auch bei Bob, so sind Worte für die Musik von Ella Ronen und Mark Kelly inadäquat. Die Israelische Musikerin, die mehrere Jahre in der Romandie lebte und erst kürzlich wieder zurück nach Tel Aviv zog, arbeitete auf ihrem Album Mirrormaze mit Mark Kelly zusammen. Seine markante Stimme und der Jamaica-Vibe bei Here We Are Again sind unverkennbar. So bot es sich an, dass Mark Ella auf der Bühne unterstützte. Man merkte sofort, dass die Chemie zwischen den beiden Künstlern stimmte. Ella’s Songs sind Geschichten voller Subtext, oftmals mit viel Schalk vorgetragen. Songs, bei denen es sich lohnt, zweimal hinzuhören.

Mark Kellys Auftritt besass eine unfreiwillige Komik, da er stets den Eindruck vermittelte, etwas neben der Spur zu stehen. Seine Unorganisiertheit hatte allerdings auch ihren Charme. Wie auch Ella, so lockerte er seine Musik immer wieder mit unterhaltsamen Ansagen auf. Unvergessen bleibt der kurze Austausch zwischen Ella und Mark. «I’m reclaiming bitchiness», meinte sie augenzwinkernd und Mark entgegnete prompt: «And she does it so well.»

Und auch im Mai gibt’s wieder einen Songcircle Zürich. Alle Infos dazu gibt’s hier.

 

Fotos: Sacha Saxer

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