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Sommer, Palmen, Sonnenschein, was kann schöner sein? Das Fragen die Ärzte 1984. Mittlerweile sind einige Jahre vergangen, die Ärzte sind nach wie vor gut, aber es braucht Neues. Aus diesem Grund haben wir für euch schlicht grossartige Songs zusammengestellt. Für das Sommer-, Palmen- und Sonnen-Feeling.

Cayucas – A Summer Thing
von Brendan Bühler – Wenn schon Sommer, dann richtig. Das müssen sich die Jungs um den Frontmann Zach Yudin gedacht haben. Das Lied «A Summer Thing» ist die Inkarnation des Sommers. Cayucas kommen aus Santa Monica in Californieren, und das spürt man bei jeder Note. Wie keine zweite Band transportieren sie den Sommer. «Get out of bed, i just want to sleep insteed», klassische Sommermüdidikeit. Begleitet wird der Gesang von einer Leichtigkeit, die unter anderem dem Xylophon und den sanften, aber doch treibenden Drums geschuldet ist. Und spätesten bei der Zeile «Summer’s starting to drift away» muss bei jedem das Herz aufgehen: Es ist Sommer, und bevor er überhaupt wirklich gekommen ist, verschwindet er schon wieder. Was bleibt? Das warten auf den nächsten Sommer.

Childhood – Blue Velvet
von Brendan Bühler – Sommerzeit ist Traumzeit. Nach dem Aufstehen mit verschlafenen Augen in die Hängematte hüpfen und entspannen, träumen. Oder mit Freuden eine Velotour machen. Oder an den nahen See gehen. Oder von der Liebe träumen. Oder, oder, oder. Bei Childhood braucht es kein «Oder». Es genügt zu sagen, dass die englische Band mit dem Lied «Blue Velvet» uns den Sound zwischen Indie-Pop, Lo-Fi und Dreampop geben, der uns wie Letzteres verrät, zum träumen animiert. Von der Liebe, der Freude und dem endlosen Sommer.

Django Django – Shake and Tremble
von Daniela Stadlauer – Die Schotten haben schon länger einen guten Ruf unter tanzwütigen Art Rockern. Auf ihrem zweiten Album Born Under Saturn finden sich weitere Perlen. Eine davon, Shake and Tremble, bietet zudem alles, was der akustische Sommer benötigt: Eine gewisse Lebhaftigkeit, die zum Tanze bittet, mehrstimmiger Gesang à la Beach Boys, hie und da mal ein mit Sommer assoziierendes Wort wie Ocean oder Wave im Text und sogar einen naturverbundenen Clip, der zum Ausflug in den Dschungel lädt, ähm oder eher nicht?

Ezra Furman – Restless Year
von Daniela Stadlauer – Uuulaa-uuuh… Lieder mit fröhlichem Doo Wop Gesang sind vor allem zwei Dinge: Zunächst einmal unglaublich catchy Ohrwürmer und, sobald man sie dann an jeder Ecke hört, transformieren sie rasch zu Nerven zermürbenden Monstern. Ezra Furmans Restless Year gehört noch dem ersten Stadium an. Mit lüpfigem Beat und einem beschwingt klingenden Gitarren Intro, lässt sich so der Sommer passend vertonen. Ob der Song am Ende des Sommers noch gefällt oder bereits schon wieder nervt, bleibt abzuwarten.

Thees Uhlmann – Sommer in der Stadt
von Janosch Tröhler – Thees Uhlmann, der «deutsche Bruce Springsteen», malt Sprachbilder wie kein zweiter. Sommer in der Stadt ist kein hochtrabender Hit, zu dem es sich in der Dorfdisco schwitzen lässt. Nein, die Julihitze drückt erbarmungslos. Doch der Song ist nicht einfach eine Hymne auf die wärmste Jahreszeit, sondern eine Allegorie auf das Leben und seine Zweifel und Hoffnungen:

Egal was war und bleibt und kommt
Es bleibt ein Streifen am Horizont
Der die Dunkelheit beendet hat
Und es ist Sommer in der Stadt

Dodo – Hippibus
von Patricia Krapf  Der unerwartete Sommersong 2015 ist Hippibus von Dodo. Da meine bevorzugten Genres eigentlich in Richtung Gothic und Rock gehen, fragt man sich zurecht: WTF warum? Ich kann es nicht sagen… Ich sitze im Auto, der Song kommt im Radio und ich bin happy.

„Fenster sind dunne lenki Arm esch duss.“Dodo

Das Lustige ist, auch diejenigen die vorbeifahren und den gleichen Sender hören nicken Dir lachend und achselzuckend zu. Wahrscheinlich weil sich keiner erklären kann, warum es jetzt eigentlich cool ist. Dodo – Dominik Jud hat eine kleine Sommerhymne produziert, die auch Menschen die nicht zwingend auf Reggae und Mundart stehen ein entspanntes Lächeln ins Gesicht zaubert.