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Wir sind alle Sklaven unserer animalischen Instinkte. Eine Band aus England entfesselt diese Urgewalt in rohem Garage-Punk. Sehr verehrte Leserinnen und Leser, hier sind Slaves.

Isaac Holmes und Laurie Vincent sind Sklaven. Zwei Männer aus Kent, England. Fesche Jungs, die sich im Kleiderschrank der Arbeiterklasse bedienen. Doch Holmes und Vincent leben längst nicht mehr in tristen Backstein-Vororten. Sie wurden gefangen genommen und in eine Welt voller Unbeugsamkeit und Rotz verschifft. Slaves machen Punk. Aggressiv und wild. Ihre Musik ist so hart und kompromisslos, dass sie im ersten Moment wie ein Blitzschlag wirkt. Gelähmt, bis man von der schieren Kraft angesteckt wird. Ein tobendes Fieber.

Ihre Musik gibt es so gut wie geschenkt. Die Single Where’s Your Car Debbie? kann mann auf iTunes für 3.50 Franken erstehen. Neben dem namensgebenden Song finden sich zwei weitere Titel im Download-Paket oder wahlweise auf der viel geschmacksvolleren 7-Inch. Gesamtlänge der Single, 6:26 Minuten. Grossartige Varietät gibt es nicht. Es ist Punk, verdammt nochmal, da darf man nicht mehr erwarten. Es geht nur um die Energie. Mehr nicht. Solange Holmes und Vincent ihre Instrumente vergewaltigen, ist die Welt in den Fugen.

Aus der Anlange dröhnen Slaves zwar ganz anständig. Wer jedoch die wahre Wucht dieser Band erleben will, kommt nicht um ein Konzert. Dann entfesselt das Duo ihre animalischen Triebe. Einen schweisstreibenderen Auftritt zu finden wird zur Unmöglichkeit. Wer hier still bleibt, fiel beim Stagedive auf den Schädel. Auf der Bühne vereinen sich die beiden Musiker zu einem Faustschlag in die Magengrube. Zartbesaitete werden damit kaum fertig. Das ist Musik für ungeschliffene Gemüter, wilde Geister und atemlos Lebende.

Where's Your Car Debby?

5
/5
24. Januar 2014

Release

Virgin EMI Records

Label

Tracklist

  1. Where’s Your Car Debbie?
  2. Ok
  3. Not Ideal

Einige Eindrücke von ihrer Show am m4music 2014 findet ihr hier.

Slaves am m4music, Fotos von Janosch Tröhler: