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Wer in Zürich wohnt, hat die gelb-schwarzen Plakate sicher schon so mancherorts gesehen, auf denen die Kaiser Chiefs und The Subways gross angekündigt werden: Am 10. November werden sie gemeinsam mit zwei Support Acts im Komplex 457 zu sehen sein. Veranstaltet wird das Konzert vom abart.

Ricky, Whitey, Simon, Peanut und Nick – das sind die fünf Mitglieder der Band mit dem etwas seltsamen Namen Kaiser Chiefs. Den Namen selber werden vielleicht so einige noch nie gehört haben, aber zumindest einen ihrer Hits sollte man kennen: Ruby.

Ruby, Ruby, Ruby, Ruby
And do ya, do ya, do ya, do ya
Know what ya doing, doing to me?
Ruby, Ruby, Ruby, Ruby

Das ist nur ein kleiner Ausschnitt des Liedes, welches praktisch jeder schon mal im Radio gehört haben sollte. Veröffentlicht wurde es auf dem zweiten Album Yours Truly, Angry Mob, das 2007 herausgegeben wurde. Es wurde eins der weltweit erfolgreichsten Hits der Band aus Leeds, England. In Deutschland wurde es sogar zu einem Nummer-Eins-Hit.
In dieser Zusammensetzung gibt es die Band schon seit 1996, damals noch unter dem Namen Parva. Nach nur einem Album wurden sie jedoch von ihrer Plattenfirma fallen gelassen, so dass ein neuer Name her musste – ein Name, mit dem nicht schon Negatives in Verbindung gebracht wurde. Der Name Kaiser Chiefs wurde gewählt, angelehnt an den früheren Verein des Leeds United-Spielers Lucas Radebe: die Kaizer Chiefs aus Johannesburg.
Seit 2003 gibt es also die Kaiser Chiefs, und schon von Beginn an war ihre Musik kaum mit der zu Vergleichen, die sie noch unter dem Namen Parva gemacht hatten. Sie hatten ihren Stil gefunden, eine Mischung aus Indie- und Garage-Rock, beeinflusst von klassischen Brit-Popper der Beatles und Kinks, und fühlten sich mit dem neuen Sound, den der Drummer Nick Hodgson ihnen auf den Leib schrieb, deutlich wohler. So manch einem mag es vielleicht komisch anmuten, dass der Drummer ihre Lieder schreibt – dadurch jedoch erreicht die Band ihren Facettenreichtum. Jedes Instrument hat dieselben Möglichkeiten, sich in der Hauptrolle hervor zu tun. Einzige Bedingung ist dabei, dass es tanzbar sein soll.
Der Grund für diese Bedingung ist eigentlich ganz einfach: Als kleine, noch unbekannte Band hatten die Kaiser Chiefs schon einige Gigs in kleinen Clubs, jedoch noch keinen Plattenvertrag. Sie zogen sich ihre Fans hauptsächlich durch Live-Auftritte an Land, so dass es ihnen bis heute noch wichtig ist, Musik zu machen, die Spass macht, Musik, zu der man tanzen und feiern kann. Deshalb können die fünf Engländer, die mancherorts als “Schlechter Blur-Verschnitt” – was sie, laut eigener Aussage, nicht sind – verschrien sind, schon einiges an Live-Erfahrung vorweisen.
Jetzt sind die Kaiser Chiefs mit ihrem neuesten Album The Future Is Medieval, das im Juni diesen Jahres veröffentlicht wurde, auf Tournee, und werden auch in der Schweiz zu sehen sein, nämlich am 10. November im Komplex 457. Sie kommen jedoch nicht alleine, sondern in Begleitung von zwei Vorbands: Tribes und Transfer. Beides sind noch sehr junge Bands und gelten vielerorts als Geheimtipp. Sie spielen hauptsächlich Rock-Musik und scheinen daher gut zu den Kaiser Chiefs zu passen. Ob sie es mit der Live-Erfahrung der Kaiser Chiefs aufnehmen können, bleibt abzuwarten. Beide Bands scheinen allerdings durchaus auch live gut anzukommen.

Mehr Infos zur Veranstaltung:

abart.ch

komplex457.ch

Bild: zVg (Kaiser Chiefs)