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Mit ihrem zweiten Studioalbum zeigt das Zürcher Thrash Metal-Quartett Battalion, dass sie sich nicht hinter internationalen Grössen verstecken müssen. Am 29. September erscheint die Scheibe Set The Phantom Afire und wird im Dynamo gebührend gefeiert.

Set The Phantom Afire Coverbild (zVg)

Set The Phantom Afire Coverbild (zVg)

 

sax. Über die Namenswahl wurde schon oft genug gelästert, hier soll es nur um den neuen Longplayer von Battalion gehen. Nach Underdogs aus dem Jahre 2010 legen die Zürcher mit Set The Phantom Afire nochmals kräftig nach und beweisen, dass echter Oldschool Thrash Metal alles andere als tot ist. Schon der Opener Buried Nation heizt mächtig ein und erinnert an alte Metallica Songs aus einer Zeit, in der die Amerikaner noch ehrliche Musik machten. Passend zum Inhalt des Songs präsentierte Battalion am 1. August das Video zu Buried Nation, einem Song, der von der Jugend, die sich von ihrem Heimatland im Stich gelassen fühlt und ihre Freiheit zurück haben will, handelt.

Mit Bomber legt das Quartett einen veritablen Live-Klassiker vor; schon beim ersten Reinhören kann man sich den Song an einem Konzert mit reger Beteiligung des Publikums beim Refrain vorstellen. Auch der Titeltrack Set The Phantom Afire wird sich live garantiert gut durchsetzen; dafür sorgen der eingängige Chorus und die virtuose Saitenarbeit in der Mitte des Songs.

Die geniale Gitarrenarbeit ist generell eine der Stärken des Albums, die gepaart mit der klaren Stimme von Silvan Etzensperger den Sound der Zürcher Band vorwärts treibt. Die Scheibe ist sehr professionell aufgenommen, was für ein Zweitlingswerk noch längst nicht selbstverständlich ist. Hier ist die Hand von V. O. Pulver, der Pro-Pain produziert, klar spürbar und am Ende ist der Hörer dankbar, dass Battalion einen solch begabten Produzenten verpflichten konnten  – das Ergebnis spricht einfach für sich.

Wer auf gute Gitarren-Riffs, grossartige Soli, solides Drum-Work und klaren Oldschool-Gesang im Stil der 90er Jahre steht, der wird von dieser Scheibe definitiv nicht enttäuscht sein. Ein Album einer Band, die sich auch vor Publikum nicht zu verstecken braucht.
Das Einzige, was man den vier Jungs ankreiden könnte, sind die Lyrics, die teilweise etwas unbeholfen daherkommen und klar zeigen, dass sie nicht aus der Feder eines ‟Native-Speakers” stammen. In Anbetracht der musikalischen Reife kann man ihnen dieses ‟Vergehen” aber durchaus verzeihen.

Und schliesslich soll ja auch noch Verbesserungspotential für das nächste Album bestehen.

Tracklist:
01: Buried Nation
02: Dead Men Tell No Tale
03: Bomber
04: Set The Phantom Afire
05: Underd0gs
06: Drifting Towards Insanity
07: Cursed In The Smoke
08: Possessed By Satan
09: Oppression Departement
10: Mullet Head