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Aus der Mitte der Schweiz kommt eine Band, die herrlich erfrischend klingt. Silver Firs kreieren auf der EP «EP#1» einen Soundmix, der perfekt zum Frühling und kommenden Sommer passt.

Silver-Firs_EP-1

Weite Landschaften, ein leichter Windstoss und viel Sonne. Ein Ausflug mit Freunden, vielleicht sogar auf Pferden über die Felder. Auf jeden Fall unendliche Weiten. Und ganz viel Spass. Als Alternative gäbe es ein anderes Bild. Ein unbeschwerter Ausflug zum nahen Bachbett, ein grosses Lagerfeuer und die besten Freunde vereint. Das Rot der abendlichen Sonne beleuchtet die Gesichter. Eine durch und durch entspannte Szenerie.
So oder ganz anders könnte ein Gemälde über die EP#1 der Schweizer Band Silver Firs aussehen. Auf jeden Fall unbeschwert sollte es daherkommen. Die EP, die schon im Jahre 2013 erschien, versprüht einen grossen Optimismus. Irgendwo zwischen Psychedelic-Pop und Dream-Indie-Rock ist die Musik anzusiedeln.

Doch ganz der Reihe nach: wer sind Silver Firs überhaupt? Die Band besteht aus Mitgliedern von Bern und Luzern und veröffentlichte 2012 ihr erstes Album. Silver Firs sind bei «Oh, Sister Records» unter Vertrag, wo auch die Schweizer Indie-Grösse Labrador City zu Hause ist.
Und dann kam die EP#1. Drei Lieder namens Motherland, Been Here Before und Orion sind darauf zu hören. Jedes dieser drei Lieder hat es in sich. Motherland ist der gelungene Eröffner: Leicht verträumt beginnt das Lied und nach wenigen Takten setzen Gitarre und Schlagzeug zusätzlich zum Synthie ein. Der Gesang versüsst das Erlebnis elegant und regt zum Kopfnicken an. Der Bass mit seinem fast schon galoppierenden Rhythmus sorgt für die nötige Dynamik. Sanft schwebt die Hörerin oder der Hörer durch die Silver-Firs-Weiten und bekommt Tatendrang – auf in die Ferne!
Been Here Before, das mittlere Lied, erinnert anfangs eher an generischer Lounge-Sound mit Schlagzeug und Synthie, bekommt durch den Gesang und die Gitarre jedoch weitere Struktur. Das Zuhören macht hier leider ein bisschen weniger Spass als bei den beiden anderen Liedern. Vielleicht wegen dem generisch-elektronischen Einschlag.
Bei Orion sind die tropischen Einflüsse der Band wie immer zu hören. Die Stimme ist nach wie vor mit Hall überlegt, der Bass mit dem Reggae-Rhythmus gibt der Musik gleich nochmals einen vollkommenen Klang. Der «Fleet Foxes» ähnliche Hintergrundgesang im Chorus sorgt zusammen mit dem Bass für einen spannenden Kontrast zum Rest des Liedes.

Nach nur drei Liedern ist auch wieder Schluss. Zurück bleibt ein seliges Lächeln und gute Gedanken. Was Silver Firs uns offerieren, ist ein wunderbarer Leckerbissen der Lust auf mehr macht.

Release
28.06.2013

Label
Oh, Sister Records

Tracklist
01 – Motherland
02 – Been Here Before
03 – Orion