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Second Function sind zurück und füttern ihre Fans. Die neue EP «Feed Yourself» steht seit heute in den Läden und liefert einen weiteren Grund, die Schweizer Musikszene zu unterstützen.

Artikel 2015-08-14 Second-Function_Feed-Yourself Artikelbild

Das Rock-Trio aus der Schweiz hat sich viel Zeit gelassen für den Nachfolger seines 2011 erschienen Zweitlings Dry, Crisp & Bittersweet. Die Wartezeit hat nun endlich ein Ende: Mit Feed Yourself stellen die Jungs ihre neue EP vor. Und die startet gleich mit dem ersten Song voll durch. Das Intro von The Other Side überzeugt mit treibendem Gitarrenriff und sorgt für die wohl aggressivste Sequenz, die man von Second Function bis jetzt gehört hat, und setzt gleich mal die Stimmung für die Scheibe. Trotz des Einstiegs liefert Feed Yourself allerdings kein simples Hispeed-Gebolze, sondern sechs ausgewogene, punkige Songs, welche die Stärken von Flo Bühler an Gesang und Gitarre, Luke Jundt am Schlagzeug und Sascha Wydler am Bass sauber kombiniert.

Inhaltlich sind die Texte eher düster gehalten, mit einem unterschwelligen Hauch von Hoffnung. Kaum ein Song zeigt dies besser als Drowning:

Hunted by an earthquake
Like an avalanche
I am drowning somehow
I need to get away
I’m suffocating
I’m escaping
With my life
In a suitcase
On the backseat
It’s my time
To get away
I start breathing

Die ersten Töne von Survive klingen eher wie die letzten eines live gespielten Songs X-einer Band, doch Second Function kümmern sich einen Deut um Erwartungen und legen nach diesem Outro-Intro nahtlos mit dem punklastigen Song los. Bis auf das erwähnte Intro ist Survive auch der Song, der am besten als Akustikversion funktioniert.

Mit Shame On The Gods liefert das Trio nochmals eine Uptempo Nummer zum Schluss. Das herrliches Schlagzeugspiel von Luki erhält hier besonders viel Raum und erlaubt es ihm den Track zu gliedern. Ein interessanter Ansatz für einen intensiven Song.

Die spannende Bass-Line von Secrets ist womöglich der Grund, wieso die Nummer das Lieblingsstück von Bassist Sascha ist. «Eventuell bin ich da etwas vorbelastet.», gestand er jüngst nach dem Akustikkonzert im Vans Shop in Zürich. Dabei haben die drei Jungs auch einmal mehr gezeigt, dass ihre Songs auch auf den Hölzernen funktionieren – second function eben.
Unter Strom stehen sie dann am 29. August in der Safari Bar in Zürich, bei ihrem mittlerweile traditionellen Alternativkonzert zur Street Parade. Wer auf guten poppig punkigen Rock à la Itchy Poopzkid oder Donots steht, der sollte frühzeitig dort erscheinen, der Platz ist begrenzt.

Hier das Video zu Secrets, damit sich jeder selbst ein Bild von dem Song machen kann:

Mit Feed Yourself überzeugen Second Function einmal mehr und die Hoffnung ist gross, dass bis zur nächsten Scheibe nicht wieder vier Jahre ins Land ziehen werden. Kein einziger Song hängt durch, jeder einzelne dürfe gerne am Radio gespielt werden, damit auch mal wieder neue, gute Musik in der Luft liegt. Der einzige Wermutstropfen ist, dass es nach all der Zeit nur eine EP geworden ist – die sechs Tracks machen einfach Lust auf mehr!

Release:
14. 8. 2015

Label:
Brownsville Records

Tracklist:
01 – The Other Side
02 – Falling Down
03 – Secrets
04 – Drowning
05 – Survive
06 – Shame On The Gods